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Kunratice-Wald

Urweltmammutbaum Metasequoia glyptostroboides

Ein Paar Meter von dem Brunnen zum Bach können wir 2 Exemplare dieser Baumart sehen, es sind die Bäume mit einer leicht orangen Borke. Der Urweltmammutbaum war lange aus mesozoischen und tertiären fossilen Funden aus unterschiedlichen Gebieten auf der Welt bekannt, aber die Forscher ordneten ihn in die Gattung Sequoia oder Taxodium. Erst 1941 wurde eine eigenständige Gattung für diesen Baum vom Japaner Shigeru Miki eingeführt, immer noch mit der Vermutung, dass diese Baumart in der Tertiärzeit ausgestorben war. Zufälligerweise im selben Jahr wurden in der chinesischen Provinz Sichuan bisher unbekannte lebendige Bäume gefunden. Erst in den darauffolgenden Jahren, nach dem Vergleich der Proben mit Fossilien, zeigte sich, dass sie den fossilen Proben der Gattung Metasequoia sehr ähnlich sind. Im Sommer 1947 brach eine neue Expedition mit amerikanischer Finanzunterstützung in das Gebiet aus, wo dieses „lebendige Fossil“ gefunden war, und kam mit vielen neuen Proben und etwa 2 kg Samen zurück, ein Teil davon wurde in die USA geschickt. Zu einer wissenschaftlichen Beschreibung der Gattung und einem definitiven wissenschaftlichen Namen kam es erst im Jahre 1948.

Der Urweltmammutbaum ist ein nadelabwerfender Baum mit getrennten weiblichen und männlichen Blüten. Er wächst bis in die Höhe von 35 m, die Krone hat eine enge pyramidenförmige Form, die Äste reichen bis zum Boden. Die Nadeln fallen ab, sind strichförmig, abgeflacht, hell grün, später im Jahr gelblich bis rotbraun.

Die ersten Samen wurden aus China nach Europa am 17. Januar 1948 geschickt. 1949 bekam auch der botanische Garten in Průhonice diese Samen, und ein erstes Exemplar wurde angepflanzt. Die Urweltmammutbäume in Kunratice sind daher eine echte Rarität.

GPS Position

N 50° 1.148', E 14° 28.655'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

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