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Sedmihoří - Valcha

Chlum bei Darmyšl

Velký und Malý Chlum liegen etwa 1 km südwestlich von Darmyšl im nordlichen Teil des Geländes mit geeignetem Name Sedmihoří. Chlum gehört zu den sieben Haupthügeln, die dem Hügelland Name geben („sedm hor“ = sieben Berge). Ganz bewaldeter Rücken liegt in ihrem NW Part. Der Hochpunkt 571,5 m über dem Touristenscheideweg „Pod Racovským vrchem“ ist mit einer seichten Passe mit dem Malý Chlum verbindet, der die Meereshöhe 582 m erreicht. Eine ausdrücklichere Passe trennt den Malý (kleinen) und Velký (groβen) Chlum ab. Der Hauptgipfel erreicht die Meereshöhe 609,5 Meter und ist der zweite höchste Hügel des kleinen Gebirges. Er überragt den inneren Becken von Sedmihoří auch die äuβere Umgebung um rund 140 Meter. Auf diesen Stellen befanden sich einige, im Uralter befestigte, Höhenlagen. Sie gehören zu den archäologisch bedeutendsten Lokalitäten des Geoparks. Die Burgstätte hat eine Fläche von zirka 12 ha, umspannt zwei Granitgipfel von Chlum und natürlich wird in der Passe geteilt in die Akropole (Umgebung der Kote 609 m) und die Vorburg (Kote 582 m). Beide Burgstättenteile wurden mit einem einfachen Steinwall befestigt, dessen Verlauf besonders in der Vorburg undeutlich ist. Nur auf der am ehesten zugänglichen NO Seite der Akropole ist der Wall mächtiger und verdoppelt, von der Auβenseite bis zu 4 m hoch. Auf dem Gipfel Chlum stand eine urzeitige Burgstätte besiedelte seit dem Übergang von der älteren in die mittlere Bronzezeit. Sie gehört zum sog. „frühen Grabhügelhorizont“, der in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts v.u.Z. datiert wird. So eine bedeutende Besiedlung von dieser Übergangszeit ist in Böhmen ungewöhnlich. In diesem Fall wird sie mit den Anfängen der Kolonisation der Landschaft verbunden, wann Chlum ein Verwaltungszentrum darstellen konnte. Besiedlungen von weiteren Zeiten wurden im Gelände aufgenommen: aus der jüngeren und späten Bronzezeit (die sog. Milaveč und Nynice Kulturen von ca. 1200 – 900 v.u.Z.), aus später Hallstadtkultur und aus Früh- und Hochmittelalter. Chlum stellt mit seiner Fläche auch mit der Besiedlungsin­tensität eine der gröβten Örtlichkeiten des Grabhügelgebiets im Mitteleuropa dar. Archäologische Funde sind seit 60. Jahren des 20. Jhdt. bekannt, wann die Förster einen Fund der Urzeitkeramik gemeldet haben. Seit 80. Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts bis Jr. 1990 verlief eine systematische archäologische Erforschung vom Westböhmischen Museum in Pilsen, die Tausende Bruchstücke der Urzeit- auch Mittelalterkeramik entdeckt hat. Die Burgstättenbe­siedlung hat lange Zeit übergedauert im Hinblick auf sehr extreme Naturbedingungen, deshalb naheliegen Erwägungen über die Möglichkeit, daβ die Besiedlung mit den hiesigen Reisfeldern von Kassiterit auch mit unfernen Kupferlagerstätten zusammenhängt.

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GPS Position

N 49° 37.588', E 12° 52.449'
[GPX]

[MAPY.CZ]