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Konstantinovy Lázně

Konstantinbad

Konstantinovy Lázně (Konstantinsbad) ist der einzige Badort in der Pilsner Region. Der geologische Untergrund der Region ist aus Phylliten gebildet, stellenweise mit hohem Inhalt von Graphit und Pyrit, mit Einlagen von Metagrauwacken und Metabasiten (die Vorsilbe meta- bedeutet, daß die Gesteine der Umwandlung unterlagen; Grauwacke ist ein klastisches Sediment mit einer Vielzahl von Gesteinsbröckchen; Basite sind vulkanische Gesteine basaltischer Zusammensetzung). Diese schwach metamorphierte Serie geht bei Dolní Polžice und Bezdružice in nordwestlicher Richtung in Glimmerschiefer über. Tertiäre Vulkanite (Ovčí vrch, Krasíkov-Švamberk, Kozí vrch und Hradiště Hügel) steigen markant über das Relief der Landschaft. Der Umlauf von unterirdischen Wässern, ist an eine seichte Zone von oberflächlich verwitterten kristallinen Schiefern unter der Quartärdecke gebunden. In der Tiefe findet der Umlauf auf den Bruchsystemen statt, die gleichzeitig auch Zuleitungsstrecken des juvenilen Kohlendioxyds sind. Die wichtigsten sind die „Quellenlinien“ von Konstantinsbad und Břetislav, die nordsüdliche bis nordwestlich-südöstliche Richtungen haben. Gegenüber befindet sich die Polžicer Querlinie mit einigen Mineralwasser­quellen zwischen Konstantinsbad und Kokašice. Chemisch sind die Sauerbrunnenwässer mit einfachen Worten: hydrogenkarbo­natisch, eisenhaltig, calcium-magnesiumhaltig bis natro-calcium-magnesiumhaltig. Nur bei Staré Lázně (Alte Bäder) bilden sich Sulfat-Wässer im Milieu von graphitischen und pyritischen Phylliten.

Erste Erwähnungen über eine Schwefelquelle, die aus den Sümpfen westlich von Nová Ves quillt, gibt es aus dem 16. Jahrhundert. Zu Badezwecken wurde, die unter dem Namen Stinker (Smraďák) bekannte Quelle, anfangs des 19. Jahrhunderts genutzt. Im Jahr 1875 wurde südlich dieser Quelle ein neuer Badeort in Betrieb genommen. Rund um diesen Ort begann eine Gemeinde zu wachsen, die später nach dem Fürst Konstantin Dominik Löwenstein benannt wurde. Der Badeort wurde auf einer Fünfergruppe von Mineralheilquellen gegründet. Über eine Rohrleitung führte man die Schwefelquelle aus Staré Lázně zu. Von 1933–1934 wurden die Quelleneinfassungen rekonstruiert und die Sauerbrunnenwässer in drei Quellen (Stollen-, Sophie- und Karlsquelle) konzentriert. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts liquidierte man diese und der Austritt des Wassers wurde mit einer neuen Bohrung erschlossen. Gegenwärtig ist im Kurpark, eine mit einer 40 m tiefen Bohrung „BV-11“ erschlossene Quelle für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Quelle und ebenso das Hauptgebäude des Kurortes, sind nach dem bedeutenden tschechischen Kardiologen Professor Bohumil Prusík (1886 – 1964) benannt. Konstantinbad orientiert sich auf Prävention, Heilung und Rekonvaleszenz bei kardiovaskularen Krankheiten. Zu den Nebenindikationen gehören vor allem Krankheiten des Bewegungssystems, des Stoffwechsels und der Atmungsorgane.

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Nützliche Informationen

Im Rahmen der Revitalisierung des Konstantinbad­zentrums wurden Räume fürs Feuerwehrtechnik­museum gebaut (hasici.konstlazne@seznam.cz) mit einmaligen Proben der historischen Spritzen, Kutschen und Feuerwehrmittel. Auf dem neuen Platz wurde auch Infozentrum angelegt, das den Besuchern Auskunft für Touristen, von Kultur, Unterkunft usw. anbietet. Infozentrum – Email: infokl@seznam.cz, Telefon: +420 374625450, Betriebszeit: 1.7. – 31.8. täglich und 1.9. – 30.6. Do, Fr und Sa, seit 9:00 bis 16:00 Uhr.

GPS Position

N 49° 52.862', E 12° 58.871'
[GPX]

[MAPY.CZ]