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Rund um den Eichenwald von Bzenec

DAS HABANER ERBE

Die Habaner waren Mitglieder der religiösen Bewegung der Wiedertäufer (Anabaptisten), die im J. 1525 in der Schweiz entstand. Nach den deutschen Bauernkriegen waren sie aus der Schweiz und auch aus den herumliegenden Ländern verbannt und ließen sich auch in Mähren nieder. Sie waren sehr geschickte Handwerker, und nach Mähren brachten sie mit sich die Kenntnis der Fayence-Herstellung, was eine Keramikart mit weißem Guss und durchsichtiger Glasur ist.

In einer ganzen Reihe der Dörfer in der Mährischen Slowakei hinterließen die Habaner auch ihre Weinkeller. Sie waren dadurch interessant, dass ein Weinkeller immer durch mehrere Habaner Weinbauer gemeinsam genutzt war. In der Gegend von Bzenecká doubrava („Eichenwald von Bzenec“) blieben die Habaner Keller auch in Vacenovice und in Vracov (Wrazow) erhalten. Zu ihnen gehört auch der bekannte Wrazower Keller „Parlament“. Bis heute lagern in ihm ihren Wein mehrere Weinbauer gemeinsam.

Im Jahre 1622, nach der Schlacht am Weißen Berg, wurden die Habaner aus religiösen Gründen aus Mähren verbannt. Zuerst zogen sie in die Slowakei, und von hier dann in den Balkan und in die Ukraine hinaus. Während des 19. und 20. Jahrhunderts übersiedelten sie schrittweise in die USA und nach Kanada. Einige von ihnen wurden zum Bestandteil verschiedener Gemeinschaften von Amischen. Diese traditionellen Kommunitäten sind dadurch bekannt, dass ihre Mitglieder sich wie vor zwei hundert Jahren anziehen und keine modernen Errungenschaften der Zivilisierung anerkennen – bis heute verwenden sie keine Elektrizität, reisen nur zu Pferd und verweigern den pflichtigen Militärdienst und auch die Universitätsau­sbildung.

GPS Position

N 48° 58.823', E 17° 13.388'
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Kontakt

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