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Eine Wüste und ein Fluss

DAS MÄHRISCHE AMAZONASBECKEN

Strážnické Pomoraví (Marchgebiet um Strážnice) ist der letzte Abschnitt am unteren Strom des Flusses March, wo natürliche Mäander erhalten blieben; anderswo waren die Ströme begradigt, verkürzt und mit Dämmen verfestigt. Hier bildet der Fluss aber ständig die Mäander und überschwemmt die Auwälder.

Was bedeutet eigentlich das Wort „Mäander“? Unregulierte Flussbetten führen in der Regel nicht gerade, sondern biegen sich in den Windungen, die sich Mäander nennen. Ihre Ufer unterscheiden sich voneinander. Das äußere Prallufer nennt man das einbuchtende Ufer; es wird durch das Wasser unaufhörlich unterwaschen, wodurch sich hier hohe senkrechte Wände bilden. Dem inneren Mäanderufer entlang, der sog. Barre, fließt das Wasser langsamer, das durch den Fluss abgetragene Material wird hier abgelegt und es entstehen anschließend Kies- oder Sandstrände.

Kies- und Sandstrände des Flusses March

Infolge einer unaufhörlichen Unterspülung und Ablagerung ändert der Fluss ihre Trasse und auch die Flussbettlänge. Manchmal kommt es dazu, dass der Mäander in seiner engsten Stelle bricht, das Wasser findet dann eine neue Bahn und aus dem ursprünglichen Flussbett wird ein toter Flussarm. Den wilden Charakter des Flusses verstärken auch die umliegenden Auwälder, in denen Weiden, Pappeln, Eschen, Eichen und Feldahorne wachsen, auf den Ästen sich Hopfen und Waldreben ranken, im Unterholz sich die bis 2 m hohe Nesseln befinden und überall herum Mückenschwärme summen. Kein Wunder dann, dass diese Landschaft manchmal einen Spitznahmen „Mährisches Amazonasbecken“ bekommt.

GPS Position

N 48° 55.305', E 17° 16.675'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Vzdělávací a informační středisko Bílé Karpaty, o.p.s.
Marie Petrů
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