česky english deutsch <<< >>>

Eine Wüste und ein Fluss

DIE GEZÄHMTE WÜSTE

Erst dem Förster Jan Bedřich Bechtel gelang es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die offenen Sandböden im Eichenwald von Bzenec (Bisenz) zu bewalden. Er wusste, dass sich hier einst breite Eichenwälder befanden. Ihre Erneuerung war aber damals nicht möglich, da die Eicheln und die Eichensetzlinge im Sandboden vertrockneten. Bechtel versuchte also, Kiefersamen zu verwenden. Aus der ersten Aussaat wurden jedoch nur zwerghafte, langsam wachsende Bäumchen. Das Saatgut war nämliche einer unbekannten Herkunft und stammte anscheinend aus den Kiefern, die hiesigen Bedingungen nicht angepasst waren. Deshalb fing Bechtel damit an, die Samen von den hiesigen Kiefern zu sammeln, und es zeigte sich bei nächster Aussaat tatsächlich, dass die neuen Sämlinge gesünder und beständiger waren.

die Sämling von der Eiche

Größere Probleme tauchten bei der Bewaldung der Waldlichtungen auf. Im Unterschied zu den offenen Sandböden wurden sie mit dichtem und hohem Gras verwachsen, was den Setzlingen Feuchtigkeit, Licht und Nährstoffe entnahm. Dieses Problem löste Bechtel mit Hilfe von sog. Waldfeldbau. Im ersten Jahr wurden in der Waldlichtung Kartoffeln ausgepflanzt und im zweiten Jahr gemeinsam mit den Kiefern auch Roggen ausgesät. Die durchgehende Pflanzenpflege, die die Ortsbewohner sicherten, störte den dichten Grasbewuchs und schaffte Bedingungen für die Baumsetzlinge.

Neben der Kiefer wurde bei der Bewaldung auch Birke benutzt. Diese Holzarten sind hitze- und auch trockenbeständig. Zudem helfen sie auch mit, geeignete Bedingungen für das Anpflanzen anspruchsvollerer Holzarten zu schaffen, wie z.B. der Eiche, die langsam in den Eichenwald von Bzenec ihren Weg zurück findet.

GPS Position

N 48° 55.858', E 17° 16.676'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Vzdělávací a informační středisko Bílé Karpaty, o.p.s.
Marie Petrů
Tel.:518 322 545
e-mail:visbk@bilekarpaty.cz
http://www.bilekarpaty.cz