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Modřanské tůně

Modřany- und Komořany-Tümpel

Ihr befindet euch gerade auf dem Gebiet zwischen der Modřany- (stromabwärts) und kleinerer Komořany-Tümpel (stromaufwärts). Sie wurden im 19en Jahrhundert ausgebaut um die Hauptstadt vom Hochwasser zu schützen. Bei hohen Wasserständen sammelte sich das Wasser in diesen Gebieten oder floss in die Felder am gegenüberliegendem Ufer ein. Mit dem Ausbau der Moldau-Kaskaden sind die ursprüngliche Funktionen eingegangen, allmählich entstand hier aber ein sekundäres, sehr wertvolles Auenökosystem. Das Gebiet befindet sich im südlichen Teil der Prager Hochfläche, in der Höhe von 190 m ü. NHN. Der Untergrund dieses Gebiets ist mit den Schiefern der Letná-Schichten gebildet (paläozoisches Ordovizium) und mit Kiessanden der Auenterrasse bedeckt, die mit Auenlehmen überlagert ist. Aus dem bodenkundlichen Blick ist es ein sehr hochwertiger wasserreicher Boden. Diese Lokalität ist durch Invasion der Pflanzenarten, die ursprünglich von woanders kommen, gefährdet, vor allem des Drüsigen Springkraut, der Flügelknöteriche oder der Topinambur. Von der herumliegenden Waldung verjüngt man die Gewöhnliche Robinie und die Bastard-Schwarz-Pappel. Eine echte Gefahr für die Wirksamkeit der Wasserökosysteme wären unüberlegte wasserwirtschaf­tliche Eingriffe auf der Moldau. In den Lagunen in Modřany ist in der Vergangenheit zur Kontamination der Sedimente gekommen, die durch den Ablass von nicht genügend gereinigter Abwässer aus dem Firmenareal Léčiva Modřany verursacht wurde.

In dieser Zeit ist dieses Gebiet zum Naturdenkmal ausgerufen und die Genehmigung allein entwickelt sich sehr günstig. Das Hauptobjekt der Schutz ist die makrophytische Vegetation der natürlich eutropischen und mezotrophischen stehenden Wässern und weiche Auen der tiefländischen Flüsse in den Tümpeln, die auf den Triebbauen und den Konzentration­sdeichen der Befestigungswerke am rechten Moldau-Ufer entstanden. Diese Lokalität ist auch für ihre reiche Population von vielen Fisch-, Amphibien- und Vogelarten bekannt. Wird das Naturdenkmalstatus genehmigt, wird hier ein Schutzsystem eingeführt – Assanation der invasiven Pflanzenarten, Reduktion des Luftangriffs der Robinien und hybriden Pappel, Erhaltung des geltenden Wasserregimes (Transportermöglichung bei Hochwasser) und bei übermäßiger Verschlämmung eine sensitive Revitalisierung.

GPS Position

N 49° 59.521', E 14° 24.086'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

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