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Modřanské tůně

Die Aue als ein Element des Territorialen Systems der ökologischen Stabilität

Die Aue kann man am besten als eine flache, vom Wasserlauf geformte und beeinflusste Talsohle mit charakteristischer Vegetation und Fauna beschreiben. Die Entwicklung und der Charakter der Auen werden durch zwei Faktoren bestimmt – die Akkumulation (Ansammeln) und die Erosion (Erschütterung und Transport des Erdbodens). Sind beide Vorgänge ungefähr ausgeglichen, überwiegt der Transport des Schwemmguts, was wahrscheinlich auch der Fall bei der Auen hier am Zusammenfluss von Moldau und Bernau ist. Die Entstehung und Dauer der Auenökosysteme (Sozietäten) ist also untrennbar mit Wasser gebunden. Das Wasser nicht nur modelliert und formt die Aue, sondern auch ihre Vegetation und kleine Fauna beeinflusst. Früher bereichernde Hochgewässer brachten in die Auen gesteinsbildende Materialien einschließlich wichtiger Nährstoffe, die aus der Böden gespült wurden; Heute sind es vielmehr Abfälle, die diese hochwertige Territorien während der Hochgewässer oft verschmutzen und abwerten.

Unter dem Begriff das territoriale System der ökologischen Stabilität versteht man ein Verbundnetz der natürlichen oder naturgemäßen Ökosystemen, die ein Naturgleichgewicht erhalten. Das Ziel dieses Verbundnetzes ist die Aufbewahrung und Förderung natürlicher genetischen Ressourcen der Landschaft, die Stabilisierung der ökologisch weniger stabilen Landschaftsteilen und die Förderung des Vorkommens und der Migration frei lebender Lebewesen und wild wachsender Pflanzen. Das System wird funktionsmäßig in Biozentren, Biokorridore und Interaktionse­lemente geteilt. Jedes dieser Elemente wird weiter biographisch in überregionale, regionale und lokale geteilt. Unter einem Biozentrum versteht man ein Biotop, das mit seinem Zustand und seiner Größe eine dauerhafte Existenz des Natur- oder naturgemäßen Ökosystems ermöglicht. Zu den Lokalbiozentren werden gerade die vier Moldau-Auen ausgerufen: An der südwestlichen Grenze des Stadtteils Prag 12, am Zusammenfluss von Moldau und Bernau, Am Kino und Zwischen den Wassern. Der Biokorridor – ein Gebiet, das die Migration der Organismen innerhalb der Biozentren ermöglicht – bildet ein Netz von getrennter Biozentren. Der überregionale Korridor ist hier die Moldau mit ihrer Aue. Das Interaktionselement mit seiner Größe und seinem Zustand der ökologischen Bedingungen vervollständigt von einem partikulären, aber grundsätzlichen Weg den Lebensraum der Organismen.

GPS Position

N 49° 59.777', E 14° 24.245'
[GPX]

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