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Erkennungsroute Rotava

Der See Medard

An der Stelle der ehemaligen Kohlengrube Medard-Libík entstand der See Medard. Die Grube begann bereits im Jahr 2008 zu überfluten, als die Bergbaufirma Sokolovská uhelná aufhörte Grubenwasser zu pumpen. Dazu wurde auch Wasser aus dem nahe gelegenen Tagebau Jiří geleitet. Seit 2010 wurde Wasser aus der Eger in die Mine gebracht. Seine endgültige Füllhöhe erreichte der See Medard im Jahr 2016. Der See liegt auf einer Höhe von 400 m, hat eine Fläche von etwa 400 Hektar und an manchen Stellen ist er bis zu 50 Meter tief. Die Länge der Wasserfläche ist 4 km, die Breite beträgt 1,5 km. Auf dem Gebiet des heutigen Sees Medard waren seit dem 19. Jahrhundert mehrere Braunkohlenschächte in Betrieb, wie die Adolf-Sophie (1898), Felizian (1871), Antoni-Agnesi-Josefi (1886). Da nicht alle Kohle im Tiefbergbau gewonnen wird, wurden diese Gruben durch Tagebau abgebaut. Im Jahr 1872 wurde der Tagebau Liebig (Libík) eröffnet, der 2003 als gemeinsamer Tagebau Medard-Libík endete. Der Tagebau Medard wurde 1918 gegründet. Er befand sich im Gebiet zwischen der Eisenbahnlinie Sokolov-Cheb im Süden und den Gemeinden Kluč (Rad) und Habartov (Habersbirk) im Norden. Im Abschnitt Medard II wurde der Bergbau am 9. September 1975 fertigges­tellt, der Abschnitt Medard I bis zum 31. März 2000 Kohle förderte. Der See Medard ist einer der Hauptstandorte des grenzüberschre­itenden Projekts des Böhmisch-Bayerischen Geoparks. Die Hauptthemen sind der Abbau von Kohle und die Rekultivierung. Interessant sind die versteinerten Baumstümpfe der tertiären Nadelbäume, die unter einer Schicht aus vulkanischem Tuffstein erhalten geblieben sind. Innerhalb der Rekultivierung wird es interessant sein, die Entstehung verschiedener Fauna und Flora im See und an seinen Ufern zu beobachten. Schon heute gibt es hier viele Vogelarten. Der Medard-See wird allmählich zu einem beliebten Gebiet. Seine Umgebung wird heute hauptsächlich von Radfahrern und Wanderern genutzt. Beim Betreten ist jedoch äußerste Vorsicht geboten und nur die befestigten Schotterstraßen folgen. Baden ist nur auf eigene Gefahr. Am nordöstlichen Rand des Sees wird an der Stadt Svatava wird noch Kohle abgebaut. Der Grund ist die Stabilisierung der Tagebauhänge, um ein Verrutschen zu vermeiden. Es ist notwendig die Warnschilder zu folgen und nicht in den Bereich der aktiven Mine zu eintreten!

GPS Position

N 50° 10.649', E 12° 37.190'
[GPX]

[MAPY.CZ]