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Burgen auf Felsen

Neuberg

Anfang des 13. Jahrhunderts siedelten sich östlich von Asch (Aš) die Ritter von Neiperg (Neuberg) an und erbauten kurz darauf auf dem hiesigen hoch aufragenden Bergsporn eine neue Burg. Schriftlich wird die Burg jedoch erst im Jahre 1288 erwähnt, als sie der Kaiser für kurze Zeit als Lehen an die Herren von Plauen vergab. Bald darauf kam sie wieder in den Besitz der Neuberger zurück, welche die Burg bis zum Aussterben der männlichen Linie im Jahre 1395 hielten. Damals kam Neuberg durch Heirat in den Besitz der Zedwitzer. Diese hielten Neuberg 550 Jahre lang, bis ins Jahr 1945. Während dieser Zeit errichteten sie sich in der Nähe der Burg drei weitere Herrensitze mit den Namen Schloß Oberteil, Neuschloß und Schloß Unterteil (Horní, Nový und Dolní zámek).

Das Wappen der Herren von Neuberg

Die ursprüngliche romanische Burg entstand im Nordteil der Disposition. Viel später, möglicherweise erst im 14. Jahrhundert, wurde auf dem erhöhten Fels der heute 21,5 Meter hohe ovale Turm errichtet. Wohl schon im 16. Jahrhundert galt die Burg als verödet, ein Brand an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert machte sie endgültig zur Ruine, die Reste der Gemäuer wurden abgerissen und als Baumaterial verwendet.

Neuberg am Anfang des 19. Jahrhunderts

Als Ersatz für die Burg entstand in ihrem nordwestlichen Vorfeld ein Renaissanceschloß. Sein genaues Aussehen ist leider unbekannt, nach seiner Verwüstung durch die Schweden kam es am Umbruch der 30. und 40. Jahre und erneut gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu einem beträchtlichen Umbau, wobei es die Form eines rechteckigen zweigeschossigen Gebäudes bekam. Dieses blieb nach einem Brand von 1902 verödet und verfiel nach und nach zur Ruine, bis nur noch die Ruinen der Außenmauern stehen blieben.

Neuberg vor 100 Jahren

Der Burgfelsen wird aus quarzitischen Glimmerschiefern gebaut. Es sind ursprünglich sandige-tonige Sedimente des Meeresbodens der Wende vom Proterozoikum und Paläozoikum, die bei hohen Temperaturen und Drücke während der variszischen Orogenese umgewandelt wurden gebildet. Die variszische (auch herzynische) Gebirgsbildung wurde durch die Kollision der damaligen Urkontinente vor etwa 320 Millionen Jahren verursacht. Vorherrschende Mineralkomponenten der Glimmerschiefer sind Quarz, Chlorit, Muskovit und Biotit. Die Bezeichnung „quarzitisch“ bedeutet erhöhter Quarz-Anteil.

Nützliche Informationen

Quelle:

GPS Position

N 50° 15.328', E 12° 12.252'
[GPX]

[MAPY.CZ]