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Burgen auf Felsen

Eger

An der Stelle der heutigen Burg gab es schon seit dem 9. Jahrhundert eine befestigte slawische Siedlung. Ursprünglich slawisches Egerland kam im 11. Jahrhundert unter starken Druck des bayerischen Nordgaus, aus welchem kam auch zur aufeinanderfol­genden deutschen Kolonisation des Gebiets. Um 1125 baute hier Markgraf Diepold III. von Giengen und Vohburg die erste steinerne Burg. Eine besondere Bedeutung für die Geschichte der Burg hat Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1125–1126 bis 1190). Am Ende des 12. Jahrhunderts lies er das ursprüngliche Objekt zu einer prunkvollen Kaiserpfalz umbauen, die während seinen regelmäßigen Inspektionsreisen durch das Heilige Römische Reich zusammen mit ganzem Hof wiederholt besuchte.

Die Burg Eger im Jahre 1790

Friedrich war jedoch nicht der einzige Herrscher, der die gemütliche Kammer der Burg besuchte. Zu den wichtigsten Besuchern gehören auch der „Vater der Nation“ Karl IV. oder der hussitische König Georg von Poděbrady. Die Burg erlebte auch die bittere und turbulente Zeiten, viele Kriege und Eroberungen. Es rasselten um ihn Hussitenwagen, währen der Dreißigjährigen Krieg raschelte mit seinen Waffen die schwedischen Söldner und in der 1740er Jahren plünderten sie mit Feuer und Schwert die Truppen des französischen König Ludwig XV. Die letzte Bauphase erlebte die Burg an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert, als sie teilweise in eine barocke Festung umgebaut wurde.

Die Burg Eger im Jahre 1875

Die Aufmerksamkeit von Geologen lockt vor allem der Schwarze Turm, erbaut von Basalt-Blöcken, die vom berühmten „Minivulkan“ Kammerbühl (Komorní hůrka) stammen.

Der Schwarze Turm

Die Grundlage der Burg Eger ist von Phylliten gebaut. Es sind feinkörnige, stark glimmführende, verschieferte Gesteine mit einer starken tektonischen Störung. Die Phyllite sind deutlich verkieselt, mit häufigen Quarzlinsen und -Adern.

Kapelle

GPS Position

N 50° 4.856', E 12° 21.982'
[GPX]

[MAPY.CZ]