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Žula v Geoparku

Sandgrube Vlčinec

Die verlassene Wandsandgrube befindet sich am Jägerhaus Vlčinec, an der Straße von Horní Blatná nach Nové Hamry. Pískovna Horní Blatná, die Sandgrube auf dem Osthang des Vlčí hora (Wolfsberg) und des Liščí hora (Fuchsberg) wurde auf grobkörnigem Eluvium gegründet, das heißt auf verwittertem Schottergranit. Muttergestein ist Biotit-Granit mit mikroskopischem Topas, das zum jüngeren intrusiven Komplex des Karlsbader Massivs (Erzgebirgstyp) gehört. Die Mächtigkeit des Eluviums beträgt 5–10 Meter und ist aus feinkörnigem Feldspat- und Quarzschotter gebildet.

Turmalinknollen

In dem zu Kies verwitterten Granit kommen große Quarz-Turmalin-Knollen vor. Kugelförmige Gebilde entstanden in dem erstarrenden Gestein aus den an Bor reichen Restfluiden, die das Eisen aus dem gesteinsbildenden Biotit banden. Eisenreichen Turmalin nennt man Schörl und typisch für ihn sind schwarze Säulen und strahlige Aggregate, sog. Turmalinsonnen.

Schwarzer Turmalin – Schorl

Auf dem Boden der Sandgrube kam es zu spontaner Entwicklung einer Naßgalle mit Schilfrohrbestand, Bärlapp, Torfmoos und weiteren feuchtigkeitsli­ebenden Pflanzen. Unter diesen ragt vor allem der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), die bekannteste fleischfressende Pflanze in Böhmen, hervor. Die Beobachtung ist bequem möglich, ohne den Torfgrund zu durchwaten. Schon aus diesem Grund verdient sich diese Lokalität einen strengen Schutz.

Rundblättriger Sonnentau

GPS Position

N 50° 22.965', E 12° 45.278'
[GPX]

[MAPY.CZ]