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Žula v Geoparku

Viklan

Das am häufigsten im Geopark vorkommende Tiefengestein, der Granit, ist durch lange Einwirkung der Verwitterungspro­zesse sehr tiefgründig mechanisch verwittert. Dadurch wird das Gestein bröckelig und zerfällt zu Grus, dem sogenannten Eluvium. Dieses kann bis 20 Meter tief reichen. Die Verwitterung schreitet entlang der natürlichen Spalten im Gestein fort, so daß im Eluvium kompakte Kerne des Granits isoliert erhalten bleiben können. Bei der Erosion des Eluviums werden die verwitterten oberen Partien abgetragen und die unverwitterten Granitkerne freigelegt. Diese bleiben dann auf der Erdoberfläche als Felsblöcke liegen.

Die Felsblöcke können einzeln oder in Gruppen vorkommen bzw. Blockhalden und Steinmeere bilden. Ein anschauliches Beispiel zur Verwitterung des Granits im Karlsbader Granitmassiv stellt der „Viklan u Rybničné“ (Wackelstein bei Rybničná) dar. Der rundliche, freistehende Granitblock ist ungefähr 3,5 Meter lang, 1,5 Meter breit und 2 Meter hoch und hat das stolze Gewicht von ca. 27 Tonnen. Da er nur auf einer sehr kleinen Fläche auf dem Untergrund aufliegt, ist es möglich, ihn zu bewegen. Dazu wurde früher ein einfacher, zum Vergnügen der Besucher, am Felsblock befestigter Holzhebel eingesetzt.

Dieser Granit ist ein porphyrischer Biotitgranit und gehört zur älteren Granitgeneration im Karlsbader Pluton. Der Wackelstein bei Rybničná ist bereits seit dem 18. Jahrhundert ein beliebtes touristisches Ziel. Davon zeugen die alten Inschriften mit den Jahreszahlen 1776 und 1796. Die Inschrift „Dominic“ auf dem Felsblock hängt mit dem ehemaligen Besitzer der Petschauer Herrschaft, dem Grafen Dominic von Kaunitz, zusammen. Nach ihm ist auch die nahe Ortschaft Nová Kounice (Neu-Kaunitz) benannt. Der Wackelstein bei Rybničná ist ein Naturdenkmal.

GPS Position

N 50° 9.124', E 12° 57.034'
[GPX]

[MAPY.CZ]