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Žula v Geoparku

Kynžvarter Stein (Kynžvartský kámen)

Das am häufigsten im Geopark vorkommende Tiefengestein, der Granit, ist durch lange Einwirkung der Verwitterungspro­zesse sehr tiefgründig mechanisch verwittert. Dadurch wird das Gestein bröckelig und zerfällt zu Grus, dem sogenannten Eluvium. Dieses kann bis 10–20 Meter tief reichen. Die Verwitterung schreitet entlang der natürlichen Spalten im Gestein fort, so daß im Eluvium kompakte Kerne des Granits isoliert erhalten bleiben können. Bei der Erosion des Eluviums werden die verwitterten oberen Partien abgetragen und die unverwitterten Granitkerne freigelegt. Diese bleiben dann auf der Erdoberfläche als Felsblöcke liegen.

Bärensteine

Die Felsblöcke können einzeln oder in Gruppen vorkommen bzw. Blockhalden und Steinmeere bilden. Ein anschauliches Beispiel zur Verwitterung des Granits im Karlsbader Granitmassiv stellen große Granitblöcke auf Wiesen und in Wäldern südlich von Lázně Kynžvart (Bad Königswart) dar.

Kynžvartský kámen

Der größte Felsblock, das Naturdenkmal „Kynžvartský kámen“ (Kynžvarter Stein), liegt nördlich des Luční-Teichs, unweit des Weges von der Bahnstation Lázně Kynžvart zur Stadt. Der Stein ist ca. 5 m hoch. An seiner Oberfläche sind 5 bis 20 cm breite und bis zu einem halben Meter tiefe Rillen zu sehen. Man bezeichnet diese als Pseudokarren. Solche Formen sind eher typisch für Kalkgesteine und gehen bei diesen auf die Verkarstung des Gesteins durch Lösungsprozesse zurück. Auch die Pseudokarren sind natürlich durch die chemische Wirkung des Regenwassers und die Einwirkung von Moosen und Huminsäuren entstanden.

Detail des Opferkessels auf einem der Bärensteine

Entstehung der Granitblöcke nach R. Kettner (1957)

GPS Position

N 49° 59.810', E 12° 37.130'
[GPX]

[MAPY.CZ]