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Třetihorní subtropy

Pomezná

Die Sandgrube Pomezná befindet sich am Nordrand des Franzensbader Beckens, einem Teilbecken des tertiären Egerbeckens. Die Lagerstätte besteht aus Kies- und Sandablagerungen des Pliozäns (1,8–5 Mio. Jahre alt). Im unteren Teil werden Tonsteine der miozänen Cypris-Schichtenfolge vermutet.

Die Sandgrube wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt und später, während des Baus des Stausees Skalka nach dem 2. Weltkrieg wesentlich erweitert. Der Abbau wird gegenwärtig durch einen ausgedehnten Erdrutsch im nördlichen und nordwestlichen Vorfeld der Lagerstätte erschwert. Der Erdrutsch ist seit 1974 aktiv und stellt ein großes Problem dar, da er die umliegenden Grundstücke zerstört. In der Absonderungskante des westlichen Teils des Erdrutsches treten verwitterte Metamorphgesteine (Glimmerschiefer der sog. Arzberger Serie) und weiter westlich mittel- bis grobkörniger, porphyrischer Granit, zutage. Das gesamte Gebiet wurde durch die Bruchtektonik des Nordrandes des Egertalgrabens überprägt.

In unmittelbarer Nähe wurde eine Festung errichtet, deren Ruinen sich westlich der Sandgrube befinden. Die Festung wird bereits 1309 erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer Mühle umgebaut, die noch bis in das 20. Jahrhundert bewohnt war. Nach 1945 verfiel die Mühle und heute ist nur noch der Torso des rechteckigen Turms erhalten. Die Funktion der Mühle wurde von einem neuen, kleinen Wasserkraftwerk übernommen. Die Ortschaft Pomezná (Markhausen) wurde auf Grund ihrer Grenznähe nach 1945 ausgelöscht.

GPS Position

N 50° 6.237', E 12° 15.575'
[GPX]

[MAPY.CZ]