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Třetihorní subtropy

Quarzitblöcke bei Habartov

An den erhöhten Rändern des Sokolov-Beckens sind die ältesten Gesteine der Tertiärablage­rungen, nämlich Kiese und Sande der Staré Sedlo-Schichtengruppe mit einer Mächtigkeit von mehreren Dutzenden Meter freigelegt. Während des warmen und feuchten Klimas im Tertiär wurden diese ursprünglich lockeren Ablagerungen von Kiesellösungen durchgedrungen und in Sandsteine und Konglomerate sowie Quarzite verfestigt. Später erodierten die Schichten (siehe Pseudokarststan­dorte „Údolí Ohře“ und „Svatavský vrch“), und die festeren Teile erschienen als unterschiedlich große Gesteinsblöcke an der Erdoberfläche. Infolge von Hangbewegungen in den jüngsten geologischen Zeiten wurden sie durch Gravitationskräfte um Dutzende bis Hunderte Meter von der Entstehungsstelle verlagert.

Der größte Steinblock bei Habartov ist ca. 7 Meter lang und wiegt mehr als 200 Tonnen

Solche Steinblöcke kommen in der Umgebung von Lítov, Habartov und Radvanov vor. Der größte von ihnen liegt an einem Waldweg nördlich von Habartov. Er besteht aus Quarzkonglomerat mit gut sichtbaren halbrundlichen Quarzkörnern. Der Steinblock ist auch dank mehrerer Klüfte interessant – eine auffällige schräg verlaufende Kluft folgt der ursprünglichen Sedimentschichtung. Steile Risse entstanden durch tektonische Kräfte und wurden später durch Verwitterungsvor­gänge hervorgehoben.

Opferkessel mit Abflußrille

Durch Wind- und Wassererosion entstanden das typische kavernöse Aussehen und der samt-, stellenweise bis glasartige Oberflächenglanz der freistehenden Felsblöcke. Die Felsblöcke ähneln denen von der westlichen Umgebung von Karlovy Vary bekannten Quarzitblöcken (das Standort Počerenské sluňáky) sehr. Diese bestehen jedoch aus kompakten (amorphen) Quarziten.

Quarzkonglomerat

GPS Position

N 50° 11.315', E 12° 33.103'
[GPX]

[MAPY.CZ]