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Třetihorní subtropy

Die Eger-Aussicht

Sie befinden sich auf der Aussicht, errichtet während des Baus der unikalen Brücke auf der Strasse Karlovy Vary – Sokolov im Jahre 1974. Eine der größten einbogigen tschechischen Brücken mit einer Länge von 296 m wurde 1975 in Betrieb genommen und 200–2012 rekonstruiert.

Die Brücke vor der Rekonstruktion (2009)

Der Bau der Brücke (Foto Milan Petřík)

Rekonstruktion der Brücke (2010, Foto Jana Maxerová)

Wir befinden uns am Nordfuß des Kaiserwaldes. Hier kommen, dem Granit auflagernd, die ältesten Sedimente des Sokolover Tertiärbeckens vor. Diese sogenannte „Staré-Sedlo- (Altsattel-) Schichtengruppe“ besteht aus Konglomeraten, Sandsteinen und Quarziten. Sie läßt sich an der Basis der tertiären Schichtenfolge im ganzen Becken wiederfinden. Im Gemeindegebiet von Staré Sedlo liegen die Altsattler Schichten in südwestlicher Richtung tiefer und werden dort vom Braunkohlenflöz „Josef“ überlagert. Dieses Flöz begann man schon früher intensiv abzubauen. An der Stelle des ehemaligen Tagebaus Michal befindet sich jetzt gleichnamiger See.

Im tief eingeschnittenen, landschaftlich attraktiven Tal der Eger (Údolí Ohře) befinden sich wichtige Aufschlüsse geologischer Formationen sowie einige Pseudokarsthöhlen. Als die Eger ihr canyonartig eingeschnittenes Tal schuf, entstanden Einsturztrichter und Pseudokarst-Höhlen. Insgesamt gibt es hier über zwanzig solcher Felsenhöhlen, die unterhalb der oberen Hangkante in einer Höhe von 30 – 40 m über der Eger liegen. Die größte davon ist die Grotte „Cikánka“. Sie liegt am rechten Egerufer und ist über 40 Meter lang.

Pflanzenfossil

Bekanntgeworden ist die rund 30–35 Millionen Jahre alte Altsattler Schichtengruppe auch durch wunderschön erhaltene Pflanzenreste einer subtropischen Vegetation. Diese hatte bereits Johann Wolfgang von Goethe bei mehreren Besuchen in Staré Sedlo studiert. Das Gebiet ist als Naturdenkmal Údolí Ohře (Egertal) geschützt.

GPS Position

N 50° 11.201', E 12° 41.934'
[GPX]

[MAPY.CZ]