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Sopky v Geoparku

Popov-Kreuz

Der durch Erosion entblößte Basanitgang (Basanit = basaltähnliches, olivinisches Ergußgestein) auf den Südabhängen des Erzgebirges, entstand im Verlauf der jüngeren neovulkanischen Phase der Böhmischen Masse. Laut der neuesten Datierung ist der Gang etwa 17 Millionen Jahre alt. Der Körper ist über hundert Meter lang und ca. 20 Meter breit, auf dem Gipfel (Popovský Špičák; 752,2 m) verengt er sich auf ein paar Meter. Es gibt hier einen Aussichtspunkt mit Fernaussicht in das Ostrov-Tal, auf die Duppauer Berge und auf Karlsbad. Das Gestein hat charakteristischen knebelförmigen Zerfall, was praktisch eine nicht perfekt entwickelte Säulenabsonderung ist. Auf der verwitterten Oberfläche der Steine befinden sich gut erkennbare Höhlungen von bis zu mehreren Zentimetern. Am frischen Bruch kann man sich überzeugen, daß dies keine Gasblasen, sondern zerfallene Olivineinspren­glinge waren.

Das Basaltmagma intrudierte in einige Risse des Bruchsystems, das in der nordöstlichen Richtung entlang des Kontakts des Karlsbader Granitmassivs mit kristallinen Schiefern der Jáchymov-Serie führt. Dieser sog. Zentralbruch setzt sich als Bludná Zone (Irrgang) weiter bis nach Sachsen fort.

Das Popovský kříž (Popov-Kreuz) besteigt man über einen kleinen Sattel, wo bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts das kleine Dorf Popov (Pfaffengrün) stand. Besonders auffallend sind einige mächtige, alte Bäume, die alle Absurditäten unserer Geschichte überlebt haben. In Popov sind es die Obere und die Untere Linde, die Popover Birke und die Popover Esche. Die Popover Esche gehört zu den größten in der Tschechischen Republik. Der Gipfel des Popovský Špičák liegt schon im Kataster der Gemeinde Horní Žďár bei Ostrov.

GPS Position

N 50° 20.314', E 12° 55.383'
[GPX]

[MAPY.CZ]