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Sopky v Geoparku

Podhorn

Podhorní vrch (Podhorn) ist eine markante Dominante bei Marienbad mit prachtvoller Aussicht und verlassenem Steinbruch auf dem nördlichen Bergfuß. Der tertiäre Vulkan mit zwei Gipfeln (Velká Podhora 847,2 m, Malá Podhora 846,0 m) bricht durch das amphibolitische Liegende des Marienbader metabasischen Komplexes. Er hat einen Durchmesser von 500 m und sein Alter beträgt nach den bis jetzt publizierten Angaben 15–17 Millionen Jahre.

Der ältere Teil des Vulkans besteht aus kompaktem Erguß, auf welchem der Steinbruch angelegt wurde sowie weiter aus Brekzienlava und gesinterten vulkanischen Auswürflungen (sog. Aglutinaten). Der jüngere Teil wird durch die Füllung des Gangrisses in der Breite von 20–30 m und der Länge über 100 m gebildet. Das vulkanische Gestein ist schwach olivinischer Nephelinit, dunkelgraues massives Basaltgestein mit Einsprenglingen schwarzen Pyroxens und grünen Olivins.

Während der Förderung war es im Steinbruch möglich, am nördlichen Bergfuß des Podhorns interessante Mineralien zu sammeln. Zeolithe bildeten weißliche Spaltenfüllungen im massiven basaltischen Gestein. Kristalliner Nephelin und Melilit, Klinopyroxen, Leucit, Sanidin, Sodalith, Magnetit und Apatit waren Bestandteile, von bis einige Dezimeter großen grobkörnigen Einschlüssen, die durch lokale Anreicherung von flüchtigen Komponenten in den Endphasen der Magmaerstarrung entstanden.

Podhorn am Ende des 19. Jahrhunderts

Podhorn ist der höchste Berg des Teplá-Hügellandes. Dank seiner geologischen und mineralogischen Ausnahmestellung wurde er Objekt des Interesses von berühmten Naturforschern des 19. Jahrhunderts (J.W. v. Goethe, H. Ch. G. Struve, A. K. Rosiwal und weiteren). Der Berg war in der Vergangenheit ein beliebter Ausflugsort von Badgästen, wo ein berühmtes Kaffeehaus stand. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es zugrunde und jetzt steht dort ein nicht gerade schöner Telekommunika­tionssender.

Das Gebiet ist auch eine bedeutende botanische Lokalität. Die blumenreichen Buchenwälder im Ostteil sowie Bergahorn- und Eschenbestände im Gipfelteil wurden im Jahr 1997 zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Blockhalden an den Hängen von Malá Podhora sind von thermophilen Pflanzenarten besiedelt.

Ausflugrestaurant Mitte 20. Jahrhunderts

GPS Position

N 49° 58.298', E 12° 46.234'
[GPX]

[MAPY.CZ]