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Sopky v Geoparku

Eisenbühl

Ein paar Schritte von der tschechisch-bayerischen Grenze entfernt liegt Eisenbühl (Železná hůrka), der 1961 zum Naturdenkmal ausgerufen wurde, um das Relikt des jüngsten bekannten böhmischen Vulkans zu schützen. Der Vulkan bildet einen kleinen, nur 25 m hohen Hügel mit einem Durchmesser von 100–150 Metern. Er entstand in einer, die Glimmerschiefer des Dyleň- (Tillenberg-) Kristallins durchdringenden und in der NW-SO-Richtung verlaufenden Störungslinie. Auf der gleichen Struktur liegt auch der knapp 15 Kilometer entfernte Kammerbühl (Komorní hůrka). 

Lange Zeit diente der Eisenbühl als eine gelegentliche Quelle natürlicher Schlacke für die Bauten in der Umgebung. Das beispielhaft erhaltene Profil durch unbefestigte vulkanische Ablagerungen (sog. Tephra) ist eigentlich Wand einer stillgelegten Schlackengrube. In der Wand ist es gut zu sehen, daß Eisenbühl mindestens durch zwei Vulkaneruptionen entstand. Während der älteren Eruption entstanden ca. 15 m dicke Lagen pyroklastischer Ablagerungen. Auf diesen lagert unter einem Winkel von 30–40° eine Abfolge undeutlich geschichteter, in der zweiten Eruptionsphase ausgeworfener Tuffe. Im Material überwiegt massive bis stark poröse, erstarrte, aus Olivin-Nephelinit bestehende Lava, weniger vertreten sind sog. Xenolithe (d.h. fremde Bruchstücke) der Gesteine aus dem kristallinen Grund, der Ultrabasika vom Erdmantel sowie der magmatischen Kristallaussche­idungen.

Die erste Beschreibung des Eisenbühls stammt von Johann Wolfgang von Goethe, der ihn während seines Aufenthaltes in Marienbad im Jahre 1823 besuchte. Der Eisenbühl ist ein Bestandteil der grenzüberschre­itenden Geo-Tour „Vulkane“. Eine Informationstafel über diese Themenroute durch den Geopark ist in der Nähe des Grenzübergangs Mýtina-Neualbenreuth aufgestellt. 

GPS Position

N 49° 59.475', E 12° 26.722'
[GPX]

[MAPY.CZ]