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Erkennungsroute Rotava

Erkundungsstollen

Die Lage des Standortes

Sie befinden sich bei einem Erkundungsstollen. Am Stollenmundloch kommen feste verkieselte kristalline Schiefer – Glimmerschiefer – vor, was die ältesten Gesteine auf diesem Gebiet (350 Mio. Jahre alt) sind. Im Stolleninneren sind Spuren der Erdschollenbe­wegungen erkennbar und ebenfalls kann man dort Reststücke des, in Rotava 1939 – 1950 geförderten schwarzen Wolframerzes finden.

Das Innere des Erkundungstollens

Rotava, es ist in der Welt der Geologen ein Synonym für Wolfram. Das Wolframerz entdeckte hier 1928 Anton Frieser in einem alten Stollen unterhalb der Kirche. Nach 1934 war an der Straße in Rotava-Samota ein Erkundungsschacht „Gerhard“ vertieft und 200 Meter weiter südöstlich der Schacht „Adelhaid“.

Die Halde des Schachtes Adelhaid

Frieser und seine Mitarbeiter, die in einer wirtschaftlichen Krise das notwendige Kapital schwer suchten, hat der Weltkrieg geholfen, weil Deutschland Gewinnung von strategischen Rohstoffen unterstützte. Das Unternehmen Egerländer Erzbergbau mit dem Sitz in Horní Slavkov (Schlaggenwald) hat 1939–1945 in Rotava das Bergwerk betrieben, und dazu auch ein Arbeitslager und eine Verarbeitungsanlage für Wolframerze. Gleichzeitig wurde auch die Erkundung mittels unterirdischer Stollen realisiert. Nach dem Krieg nahm der tschechoslowakische Staat den Bergbau über. Neben dem Schacht arbeitete eine Gravitationsanlage, die aus dem Erz mit ca. 0,15 % Wolfram Erzkonzentrat mit 65 % WO3 produzierte. Die geologische Erkundung setzte weiter in den Streifen Stříbrná-Rotava-Jindřichovice bis 1953 fort, wirtschaftlich gewinnbaren Erzvorkommen waren jedoch nicht gefunden. Die Stollen und oberirdische Ausgrabungen sind am besten auf dem linken Ufer des Novoveský Bachs, auf dem Sklenský Berg (Glasberg) und westlich von Jindřichovice erhalten.

Der Glasberg-Stollen (Foto P. Gardner)

Die Lagerstätte ist in einem Granitgewölbe vom elliptischen Grundriss entwickelt. Die Granite sind mit zahlreichen Apliten und vererzten Quarzadern durchgezogen. Das Netz von Erzadern, die nur einige Zentimeter bis Dezimeter mächtig sind, fällt bei einer leichten Neigung in Richtung der Peripherie des Granitkörpers. Das Erzgehalt verschwindet in einer Tiefe von 45 m. Das wichtigste Erz ist Wolframit (Ferberit), ein Eisenwolframat FeWO4, das schwere, schwarze tafelförmige Kristalle mit metallischem Glanz bildet.

Dieser Text wurde für Sie von Petr Rojík vorbereitet.

GPS Position

N 50° 18.005', E 12° 34.292'
[GPX]

[MAPY.CZ]