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Der touristischen Lehrpfad Bludná

Bludná (Irrgang)

Die Lage des Standortes

Ehemalige Bergbausiedlung Irrgang (Bludná) war vom 16. bis 19. Jahrhundert wichtiges Zentrum des Zinn- und Eisenbergbaus. Die Ortschaft liegt auf einer riesigen, in NW-SE-Richtung verlaufenden Bruchzone. Die Struktur war entscheidend für die Entwicklung von hämatithaltigen Quarzgängen und die Bildung von Zinnstein führenden Gängen. Die Linie kann von Mariánská über Hřebečná bis nach Potůčky beobachtet werden. Von Potůčky führt sie nach Sachsen weiter. Sie hat eine Gesamtlänge von 32 km (davon 18 km auf der tschechischen Seite) und wird als Irrgang-Störung, in Sachsen Rothgrübner und Neujahr, im Joachimsthaler Revier Zentralbruch genannt. In der Gangart bildete Hämatit bis 18 m mächtige Anhäufungen. Als hochwertiges Eisenerz wurde er insbesondere östlich vom Blatenský vrch abgebaut, wo bereits 1562 die Grube Hilfe Gottes entstand.

Blick von Bludná zum Plattenberg; im Vordergrund eine geflutete Einsenkung an der Stelle des Alten Göpelschachts

Die Hauptperiode des Eisenerzbergbaus dauerte dort von der Mitte des 18. bis zum ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Die letzten Versuche, die Gruben wieder in Betrieb zu nehmen, datieren auf 1917. Eine bedeutende Energiequelle zum Antrieb von Gruben- und Hüttenanlagen stellte das Wasser vom Plattener Kunstgraben dar. Die Stangelkunst der Grube Gustav war noch im 19. Jahrhundert in Betrieb.

Letzte Häuser in Bludná

Die Überreste des Eisenerzbergbaus in der Nähe von Bludná werden von Spuren des Zinnbergbaus begleitet. Dieser wurde zwar um die Jahrhundertwende 1900 beendet, jedoch war dessen Umfang viel größer. Besonders erzreich waren die Gruben in der Lokalität Sněžná hůrka (Schneebergel).

Dieser Text wurde für Sie von Michal Urban vorbereitet.

Nützliche Informationen

Vorherige Station: Plattner Erbwassergraben Nächste Station: Červená jáma (Rote Grube)

GPS Position

N 50° 24.013', E 12° 48.311'
[GPX]

[MAPY.CZ]