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Museen im Geopark

Dörfliches Denkmalschutzgebiet Doubrava

Das Dorf Doubrava wurde im frühen 14. Jahrhundert gegründet. Es gehört zu den typischen kolonialen Dörfern. Es gibt hier eine große Reihe von Bauernhäusern, die in kompakte quadratische Höfe geschlossen sind. Ein erheblicher Anteil der Fachwerkhäuser verleiht den Dörfern einen einzigartigen Charakter. Im Mittelalter waren die Fachwerkbauten häufig in ganz Europa und damit in Böhmen.

Das sogenannte Egerländer Fachwerkhaus hat seine Verbreitung auf beiden Seiten der Landesgrenze. Auf tschechischer Seite findet man besonders schöne Gebäude in kleinem Dorf Doubrava (Taubrath). Es waren vermutlich die gleichen Zimmerleute, die diesseits und jenseits der bayerisch-böhmischen Grenze diese Fachwerkkonstruk­tionen schufen. Schon von jeher hatte die Bevölkerung rund um Neualbenreuth enge Beziehungen zum Egerland. Es bestand immer ein reger Grenzverkehr, was sich auch an der Gerichtsbarkeit ablesen läßt, die vom 16. bis ins 19. Jahrhundert herein alljährlich zwischen dem Stift Waldsassen und der Stadt Cheb (Eger) wechselte.

Das Fachwerk dieser Region zeichnet sich durch eine eigenartige, üppige Rautenmusterung aus, die nur wenig Zwischenraum frei läßt. Während beim fränkischen Fachwerk meist das ganze Gebäude aus Fachwerk besteht oder auf ein gemauertes Erdgeschoß ein Fachwerkgiebel aufgesetzt ist, entstand der Unterbau des Egerländer Fachwerkhauses meist in Blockbauweise.

Das Dorf Doubrava, auf wundersame Weise, weitgehend entging der Zerstörung der ländlichen Verwüstung in den Nachkriegsjahren, und stellt heute eine einzigartige und unersetzliche Zeugnisse ursprünglichen Volksarchitektur des Egerlands. Deshalb steht dieses Dorf seit 1995 unter Denkmalschutz.

Nützliche Informationen

Quellen:

GPS Position

N 50° 1.200', E 12° 27.144'
[GPX]

[MAPY.CZ]