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Erzgebirgische Aussichtsturme

Hoher Stein bei Kraslice

Das bedeutende Landschaftselement und Naturdenkmal Vysoký kámen u Kraslic (Hoher Stein bei Kraslice) ist eine Gruppe bizarrer Quarzitfelsen im Elstergebirge. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf das Erzgebirge, den Kaiserwald, das Fichtelgebirge und das Cheb-Becken.

Hoher Stein von 100 Jahren

Die markante Felsnadel des Hauptfelsens ragt bis 20 Meter empor. Ihre Form und die Gesteinsstrukturen kommen sehr deutlich zur Geltung, da der Felsen nahezu ohne Vegetation ist. Seine Gesteine sind teils plattig zerfallene, teils massive Quarzite mit einer schwarzgrauen Farbe. Sie gehören in die sogenannte Frauenbach-Serie des Ordoviziums. Der markante Felsen des Hohen Steins verdankt seine Form nicht nur natürlichen Verwitterungsvor­gängen. Er wurde in früheren Jahren als Steinbruch genutzt.

Hoher Stein im Winter

Das Gestein wird auffällig von zahlreichen hellen Äderchen und -linsen durchsetzt. Sie bestehen aus fast reinem Quarz, der in großer Tiefe auf Klüften im Gestein auskristallisiert ist. Die Linsen sind dabei ältere Risse (Klüfte) und Gänge, die während der Metamorphose gefaltet und zerschert wurden. Oft sieht man noch die Reste solcher Falten. Sie zeigen, daß das Gestein zunächst zerbrochen ist, dann in große Tiefe kam und dort bei hohen Gesteinstempe­raturen plastisch gefaltet wurde. Bei seinem Aufstieg an die Erdoberfläche reagierte es auf Spannung wieder mit Rißbildung.

Parallele Quarzader im dunklen Quarzit

Die nährstoffarmen Quarzite bieten an den Hängen Standortbedin­gungen, an die sich vor allem Heidekrautgewächse anpassen können. Sie sind daher die typische Vegetation. Neben einigen anderen Pflanzenarten kommen vor allem auch viele Flechtenarten auf den Gesteinsflächen vor.

Der Hohe Stein ist von zahlreichen Sagen und Legenden umsponnen – der Sage vom „bösen Ritter und seiner Burg“, von „Bergwichten“ oder der „Weißen Frau“ und natürlich von einem großen Schatz. Vor Jahrhunderten stand hier angeblich eine große und feste Burg, deren grausamer Herr seine Untertanen erbarmungslos tyrannisierte. Einmal sei ein alter Wandersänger ins Tor getreten, um die Herrschaft mit seinem Gesang zu ergötzen. Der böse Ritter hetzte jedoch Hunde auf ihn. Der tief verletzte und gedemütigte Sänger verfluchte diesen ungastlichen Ort und schwor hierbei Unheil für den bösen Herren und seine Burg herauf. Plötzlich erbebte die Erde und die Burg wurde vom Erdboden verschlungen. Aber auch nach dem Tode fand der Ritter keine Ruh. In finsteren Nächten ertönt aus dem Innern des Felses Lärm, Gejohle und Pferdegewieher. Nur noch die hohen Felssäulen, die bis heute an die einstigen Felstürme erinnern, blieben stehen.

Auf dem Aussichtsfelsen

Nützliche Informationen

Mehr Info über http://cestovani.kr-karlovarsky.cz/…kykamen.aspx

GPS Position

N 50° 18.049', E 12° 24.505'
[GPX]

[MAPY.CZ]