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Der Bergbaulehrpfad Frühbuß

Die Aufbereitungsanlage von Zinn- und Arsenerzen

Die Lage des Standortes

Die Aufbereitungsanlage verarbeitete Erzen mit durchschnitten Gehalten von 0,4% Zinn auf die bis zu 51% Metall enthaltenden Konzentraten. Der Hauptträger des Zinns war das Mineral Kassiterit, das in schwarzen Körnchen im grauen verkieselten Gestein eingewachsen kam. Dieses erzführende Gestein wird Greisen genannt und bildet Lager und Ader in rötlichem Granit. Abgebaute Erz enthielt auch durchschnittlich 0,7% Arsen, und deshalb wurde während des Zweiten Weltkrieges als Nebenprodukt auch Arsenkonzentrat mit bis zu 64% Metall produziert. Die Hauptträger des Arsens waren die Mineralien Löllingit und Arsenopyrit.

Das Bergwerk Otto mit der Aufbereitungsanlage (Kratochvíl, 1948)

Die Erzaufbereitun­gsanlage wurde kurz nach dem Beginn des Bergbaus in der Grube Otto im Jahr 1933 in Betrieb gesetzt. Im Jahre 1942 wurde sie erneut und 1944 modernisiert. Im Mai 1945 wurde die Aufbereitungsanlage eingestellt. Die technologische Ausrüstung bestand aus grober Aufbereitung, einer Wascheinheit und seit 1944 und auch aus der Flotation, die das Prinzip verschiedener Oberflächenspannung der Körner von Erz und taubes Gestein verwendete. Die Přebuzer Aufbereitungsanlage verarbeitete insgesamt 47.000 Tonnen Erz. Auf seiner Stelle überblieb bis heute nur Stahlbeton-Skelettbau mit Überresten von Trägern technologischer Ausrüstung. Die Trümmer verwachsen langsam mit Bäumen und Sträuchern.

Die Otto-Aufbereitungsanlage (Archiv ČGS Praha)

Nach den Erkundungsarbeiten in den Jahren 1953–1958 entstand östlich der Aufbereitungsanlage eine Erzhalde. Um das Jahr 1983 war Teil des Haldenmaterials im Betrieb „Stannum“ in Krásno im Kaiserwald verarbeitet. Der Rest der Halde ist seit den 1970er Jahren abgenommen und zum Bau von Waldwegen benutzt. Die kontinuierlich aufgedeckte Halde öffnete den Weg zu wissenschaftlichen Informationen über die Lagerstätte und bot wertvolle Erzproben in öffentlichen Sammlungen, z. B. National Museum in Prag, Karlsuniversität Prag, Bergakademie Freiberg, Technische Universität Ostrava und Bergbaumuseum Sokolov.

Die Aufbereitungsanlage in 2008

Die Erzhalde nach Baggerarbeiten in 2008

Dieser Text wurde für Sie von Petr Rojík vorbereitet.

GPS Position

N 50° 21.613', E 12° 36.825'
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