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Der Bergbaulehrpfad Frühbuß

Der Förderturm des Hauptschachts

Die Lage des Standortes

Der Hauptschacht Přebuz befindet sich auf dem reichsten und produktivsten Zinnbezirk im westlichen Erzgebirge. Nach den ursprünglichen Unterlagen ist der Schacht 170 Meter tief. In Betrieb war er von 1940 bis 1958. Heute ist er überflutet und sein Mundloch mit dicker Betonplatte gesichert. Vom Schachtgebäude ist ein Stahlbetonskelett übergeblieben, das zum technischen Denkmal erklärt wurde. Über das dreigeschossige Gebäude ragt sechseckiger Förderturm. Das gesamte Objekt mit Schrägdach hatte ein Holzgehäuse, welches in den 1960er Jahren allmählich abfiel. Im Erdgeschoss blieb ein Kegel des verschütteten zinnführenden Erzgreisens über.

Der Hauptschacht von Westen, Stand 1999

Greisen ist ein Gestein gebildet im Wesentlichen aus Quarz und Glimmer, das während den Endphasen der Erstarrung des Granitmagmas entsteht. Es ist ein Ergebnis der Wirkung von flüchtigen Substanzen auf eigenen magmatischen Gestein (hier auf den Granit des Erzgebirge-Typs) sowie auf die umliegende Gesteine. Dazu komm oft zum Zufuhr von Zinn, Wolfram, Molybdän und anderen Metallen. Diese Art der Umwandlung wird als Pneumatolyse bezeichnet.

Bergmänner in der Grube Otto, rechts Direktor Stein (Foto H. Klumpner 1933)

Die Schutzzone des Hauptschachts wird aus Sicherheitsgründen umzäunt. Von dem Hauptschacht führt nach Osten einer Betonmauer, der Überrest abgedeckter Strecke, wo die Arbeiter Karren mit gefördertem Erz zur Aufbereitungsanlage schoben. Im Untertage, auf dem 60 m tiefen Horizont, wird der Schacht mit einem älteren Ottoschacht aus dem Jahr 1930 verbunden. Der Förderturm der Grube Otto stand oberhalb der Aufbereitungsan­lage, er wurde aber abgerissen und verfüllt.

Graue Streifen von zinnführenden Greisen im Granit

Dieser Text wurde für Sie von Petr Rojík vorbereitet.

GPS Position

N 50° 21.607', E 12° 36.710'
[GPX]

[MAPY.CZ]