česky english deutsch <<< >>>

Bitva u Třebele

Infanterie

Die Schlachte wurden von Generalen geleitet, aber von Söldnern gewonnen. Ein Soldat stellte eine kostbare Investition dar. Ein regelmäβiges Monatsgehalt hat ihm zugehört. In diesem Sinn war Dreiβigjähriger Krieg vor allem ein ökonomisches Problem.

Bereits im Verlauf des 16. Jahrhunderts beruhte der Kampfschwerpunkt auf der Infanterie, die zahlreichere als die Reiterei war. Während des Dreiβigjährigen Kriegs einnahmen ihre Reihen, angeordnete entweder in tiefen Tercios mit zwei bis drei tausend Männer in Schachbrettartiger Stellung, oder in modernerer Lineargliederung, welche die Feuerwaffen besser ausnutzte, die Mitte der Ordonnanz. Die Kampftaktikbasis der Infanterie bestand in Mitarbeit von Pikenieren und Schützern- Musketieren.

Piken, bis zu 6 Meter lange Spieβe mit kleiner Spitze und mit Beschlag am unteren Ende, der ihre Steckung in den Boden erleichterte, haben damals sowohl für Angriffs-, als auch für Abwehrkampf gedient. Die Soldaten haben partielle Plattenharnische und Helmen mit hohem Kamm getragen, die Seitenwaffe war ein Degen. Eine wenig zahlenmäβige Infanterienart waren die Rundartschiere, denen als Schutzwaffe kleiner Rundschild diente und zum Kampf hatten sie kürzere Piken und Degen. Mit der Zeit sind sie jedoch aus den Kampfplätzen verschwunden.

Die Musketieren wurden bewaffnet mit bis zu 7 kg schweren Handfeuerwaffen mit Luntenschloβ, deren Wirkreichweite um 300 m war. Für den Schuβ einer Bleikugel mit der Gewicht 40 g wurde etwa 38 g des Schieβpulvers verbraucht. Für den Kampf von Mann zu Mann hatten sie einen Degen, oft auch einen Dolch. Sie hatten stützenden Gabelstock zur Stabilisierung der Muskete beim Schieβen, und haben keine Rüstung getragen.

Beim Kavallerieattack oder nach Verkürzung der Ferne zwischen feindlichen Formationen traten die Musketiere zurück hinter die Pikeniere, die zum Nahkampf geübt wurden. Anfangs 17. Jahrhunderts war das übliche Verhältnis Pikeniere zu Musketieren 120 zu 160 in einem Infanteriebata­illon. Der Grundverwaltun­gskörper war ein Regiment, umfassende etwa 1 500 Männer, gegliedert in Kompanien und weiter in Züge und Gruppen. Der Befehlshaber und gleichzeitig auch Besitzer war ein Oberst (Obrist), oft bei realem Kommando vertreten worden mit gleichwürdigem Offizier, den ernannt hatte.

GPS Position

N 49° 50.121', E 12° 50.927'
[GPX]

[MAPY.CZ]