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Tachov

Tachov

Tachov gehört zu den ältesten Siedlungen im Westböhmen. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1113. Im Jahre 1126 liess der Fürst Soběslav manche wichtigen Grenzfestungen einschliesslich Tachov überbauen. Die Stadtentwickelte sich unter der Regierung des Primisliden Otakar II., der eine neue Burg in Tachov erbauen liess und, wahrscheinlich um 1285, eine neue königliche Stadt gründete.

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Tachov trat auch in die Geschichte in der Dauer von Hussitenkriegen, wenn sich die Hussiten mit ihren Gegnern auf manchen Orten mehrmals auf ihre Freunde gestossen haben. Die bekannteste ist die Schlacht aus dem Jahre 1427. Im Jahre 1616 wurde die Stadt mit vernichtendem Brand befallen. Das was Anfang des Niedergangs der Stadt. Tachov schloss sich auch zu dem Aufstand gegen die Habsburger und als eine Untertanenstadt hat sie ein Teil ihrer Rechte und Eigentums verloren. In der Dauer des Dreissigjährigen Krieges wurde Tachov den Schweden ausgebrannt. Erst nachdem Familie Windischgrätz in Jahren 1784 die Stadt erworben hat, beginnt Tachov aufblühen.

Nach dem Jahre 1939 wurde die Stadt ein Bestandteil des Grossdeutschen Reiches, Nach dem Kriege wurden deutsche Bürger ausgesiedelt und die Stadt musste von den tschechischen Einwohnern aus Innland besiedelt werden. Die jüdische Kommunität in Tachov ist seit der Mitte des 15. Jahrhunderts schriftlich belegt. Die Synagoge wird erstens im Jahre 1611 erwähnt et, als sie niedergebrannt war. In dem Verlauf der Jahre wurde sie von mehreren Bränden betroffen, jedoch immer erneut, letztens wurde sie während des zweiten Weltkriegs von den Deutschen verbrannt. In Tachov sind herrliche Türme und Mauer erhalten. Husmanns Mühle befindet sich in der Mitte der Stadt Tachov, in der Prokopa-Velikého- Straße, n.r. 308 im Gebiet des Denkmalschutzge­bietes Barocke Mühle, gegründet vom Besitzer der Stadt Tachov namens Johann Philipp Husmann von Nameda. An der Frontseite des Gebäudes, mit hohen Renaissance – Schilden ausgerüstet, ist Husmanns Zeichen eingesetzt, um die Jahreszahl 1645 ergänzt. Das renovierte Gebäude ist um das Mühlrad ergänzt und dient heute als Kulturzentrum. Alter Jüdischer Friedhof (GPS: 49° 47'37.663"N, 12° 38'23.282"E) in Tachov befindet sich in der Chodska – Straße nicht weit von derer Mündung in die Plzeňská – Straße, am östlichen Rand der Stadtdenkmalschut­zzone. Der älteste jüdische Friedhof befand sich zwischen der Stadtmauer und der Vodní (Wasser) Straße und verschwand spurlos. Der zweite, heute sogenannter alter Friedhof, wurde vor 1615 gegründet. Einige Reste blieben bis heute in der Nähe der Chodská – Straße erhalten. Er wurde nicht nur während der Nazi-Okkupation zerstört, sondern auch später. Der größte Schlag kam durch den Umbau der Chodská – Straße und durch den Bau vom Gebäude Ingenieurbüros im Jahre 1977. Damals waren wertvolle Gräber von Rabbinern verschwunden, darunter der von Pilgern besuchte Grab von Nachum Sofer. Im Jahre 1988 begann eine vollständige Zerstörung des Friedhofs, Dutzende von wertvollen Grabsteinen wurden dann auf den jüdischen Friedhof in Marianské Lázně übertragen. Die Zerstörung wurde 1991 gestoppt. Die Grabsteine wurden repariert und aufgestellt. Heute gibt es hier 190 Gräber, der älteste vom J. 1700.

GPS Position

N 49° 48.232', E 12° 37.867'
[GPX]

[MAPY.CZ]