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Svojšín

Řebří

Nordwestlich von der Gemeinde Řebří liegt ein Judenfriedhof. Die Grundschicht bilden Gesteine des Teplá Kristallinikum. Das Fundament sind Phyllite, die mit Grauwacken alternieren. Nach Norden gibt es mehr Phyllite und in Richtung Süden beginnen die Grauwackenlagen zunehmen. Der Gipfel Šárka, am dessen Südhang sich der Friedhof befindet, ist gebildet mit Metabasalten (Grünschiefern), Metatuffen und Metatuffiten, die beweisen, daβ der Hügel in der Neoproterozoi­kumepoche vor mehr als 500 Jahrmillionen entstand. Es geht um metamorphe Gesteine formierte mit der Umwandlung von Gesteinen, die Vulkanismus gebildet hatte.

Judenfriedhof bei Rebri

Die Juden beginnen sich in Řebří um Hälfte des 17. Jahrhunderts ansiedeln. Neben anderen Handwerker lebte in Řebří ein Kürschner und Matratzenherste­ller. Schon in 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts hat sich jedoch der Schwerpunkt der Judenbevölkerung auch Sitz der Kultusgemeinde nach Ošelín verschoben. Die Betthalle wurde im Dachboden eines der wenigen jüdischer Häuser im Jahre 1724 errichtet, wobei vom Rest des Hauses nur mit Brettern abgetrennt war. Die meisten hiesigen Judenfamilien wohnten in einer Pacht. Um Hälfte des 19. Jahrhunderts besaβen sie hier allein drei Häuser. Der Friedhof ist platziert im relativ steilen Westhang etwa 400 m nordwestlich von Mitte des Dorfes im Ort, wo die Straβe Řebří-Ošelín den Bach Šárka passiert. Nach der Überlieferung hat er schon seit dem Jahr 1660 existiert. An allen Seiten war der Friedhof mit obrigkeitlichen Geländen umgeben, wir können also annehmen, daβ die Parzelle zur Friedhofgründung hat einst die Herrschaft geboten. Vor der Gründung des Friedhofs in Stříbro (Mies) hatte man hier auch die gestorbene auch dieser Stadt begraben. Manchmal wird dieser Friedhof nach Svojšín genannt, weil auch den Judengemeinden in Ošelín und Svojšín diente, doch seine Bedeutung weit überreichte ihr Gelände. Dieser Friedhof hat das gröβte Bezugsgebiet in der Umgebung von Tachov. Er umfaβt 143 Grabsteine oder Fragmente. Die älteste leserliche Stele gibt das Jahr 1742 an, die jüngste 1934. In Jahren 2003 und 2004 ging der Friedhof eine Generalreparatur durch. Die ungeputzte Zaunwand, bestehende aus zusammengepaβten flächen Steinen lokaler Ursprung, ist meistens gut erhalten. Im Jr. 2007 wurde der Friedhof zu immobilem Kulturdenkmal erklärt. Weiter ist es bemerkungswert, daβ die Friedhofparzelle an beiden Seiten mit ausdruckvollen Hohlwegen der ehemaligen Nürnberger Handelsweg gesäumt wird.

Stele

Stele – Typ „Buch“

GPS Position

N 49° 45.896', E 12° 52.581'
[GPX]

[MAPY.CZ]