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Broumov

Zadní Chodov

Zadní Chodov ist eine weiträumige Gemeinde, gegründet an der Straße von Chodová Planá nach Mähring. Im Jahre 1365 gehörte das Dorf zum Herrengut Chodová Planá und 1555, als hier 50 Familien lebten, war es bereits ein Teil des Tachauer Herrengutes. Die ursprünglichen Bewohner, Choden, die den Grenzwald bewachten, mussten keine Steuern zahlen. 1930 gab es in Zadní Chodov 129 Gehöfte mit 710 Einwohnern. Die Gemeinde gehört zu den besterhaltenen urbanisierten Komplexen in der Gegend von Tachov. Inmitten des Dorfplatzes steht die kleine Dreifaltigkeit­kirche, die in den Jahren 1781–83 aus einer 1724 erbauten Barockkapelle entstand. Es wird angenommen, dass an dieser Stelle eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert stand. Auch Bauten einzelner Gütern sind sehr interessant, z.B. der in die Zeit nach 1500 datierte Steinspeicher beim Haus Nr. 43. Alte Silbererzgruben in der Umgebung von Zadní Chodov erinnern an das Jahr 1606. Uranerz wurde bei Zadní Chodov in den Jahren 1953 bis 1993 gefördert. Fünf Schächte wurden abgeteuft und 167,4 km Strecke vorgetrieben. Das Hauptmineral war Uraninit mit den Begleitmineralen Fluorit, Baryt, Pyrit und Pyrrhotin. Die zu Albit und Chlorit alterierten Gesteinspartien bildeten günstige Voraussetzungen für eine hydrothermale Vererzung, die an die Verfüllung und die alterierten Randzonen der Kluftsysteme und Dislokationen zwischen zwei erheblichen Störungen in West-Ost-Richtung gebunden war. Die Vererzung war vorwiegend eingesprengt, aber auch nestartig und konzentrierte sich in vier Erzsäulen, von denen die südliche bis zur Erdoberfläche reichte. Der Abbauraum hatte eine Fläche von 7,2 km2. Das Erz wurde in einer Tiefe von bis zu 1 200 m unter Tag gewonnen. Die Uranerzgewinnung erfolgte mit den Methoden des Firstenbaus mit eigenem Versatz und sinkendem Bankabbau zum Bruch unter künstlichem First. Das Erz wurde in der chemischen Aufbereitungsanlage in Mydlovary verarbeitet. Insgesamt wurden 4150,7 Tonnen Uran gewonnen. Die kontaminierten Grubenwässer aus dem überfluteten Bergwerk werden gereinigt und langfristig übergewacht. Im Jahre 1991 wurde der naheliegende Grenzübergang Broumov – Mähring eröffnet.

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Dateien zum Download

Zadni_Chodov.avi

25_zadni_chod.avi

Beschriftung: Zadni_Chodov.avi

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GPS Position

N 49° 53.453', E 12° 37.999'
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