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Bor

Schloss

Die Historie des Schlosses in Bor bei Tachov beginnt im Jahre 1263, in dem eine Wasserburg erwähnt wird, die eine Furt über den Fluss und eine wichtige Handelswegkreuzung in der dünnbesiedelten Waldgegend schützte. Die gotische Burg war von einem Wassergraben umgeben und mit einem hohen Zylinderturm versehen. Das Gebiet Bor gehörte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts dem Herrn Ratmír von Skviřín. Ratmir oder seine Söhne waren es, die höchstwahrsche­inlich den Grundstein für das Schloss legten, das auf Tschechisch Bor, auf Lateinisch Merica und auf Deutsch Haid genannt wird. In der Nähe der Burg, am Handelsweg gelegen, entstand bald danach eine Kaufmannssiedlung. Ratmírs Nachkommen, die Herren von Bor, spätere Schwanenberg besaßen die Stadt bis 1650. Das Schloss Bor durchlebte im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen. Im frühen 16. Jahrhundert wurde die alte Burg zu einem spätgotischen Herrenhaus umgestaltet, einem der größten im Land. Ende des 16. Jahrhunderts. wurde das Gebäude im Renaissance-Stil umgebaut.

Foto des Schlosses

Das Aussehen hat das Schloss bis in das 18. Jahrhundert. beibehalten. Das gegenwärtige Aussehen stammt aus der Zeit der Löwensteiner, die in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts den Umbau begannen. An der Frontseite des Gebäudes befindet sich der mittelalterliche Bergfried der Schwanenberger Bur­g.

Die gewölbte Decke des Schlosses

Der umfangreiche Komplex des Schlosses ist mit einer neugotischen Fassade versehen und mit Türmchen und Zinnen, Schießscharten und Wappen der Besitzer verziert. Die architektonisch wertvollsten Teile der Burg sind Innenräume im spätgotischen Stil, vor allem die Räume mit Rautengewölbe, die St. Laurentius – Kapelle und der mittelalterliche Turm mit einer Ziegelsteinkuppel. Um das Schloss herum ist ein großer Landschaftspark mit Teichen. In der reichen Geschichte von Bor kommen nur drei Adelsgeschlechter vor, die die Stadt und Burg in den vergangenen Jahrhunderten besaßen. Die Nachfahren des Ratmír, die Herren von Bor und spätere Schwanenberg besaßen die Stadt bis zum Jahr 1650, also ganze 400 Jahre.

Geschnitzte Schwanbergere Zeichen

Von den Schwanenbergs hat Sigismund Friedrich von Götzen das Schloss gekauft. Im Jahre 1720 hat er es verkauft, und zwar an den Dominik Markwart Löwenstein – Wertheim. Die Löwensteins besaßen das Herrengut bis 1945. Nach 1945 wurde das Schloss vom Staat enteignet. Bis Ende der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts diente das Schloss als Wohnheim einer landwirtschaf­tlichen Berufsschule. Heute gehört das Schloss der Stadt.

Schlossturm in Bor hat einen Außendurchmesser von 9,4 m, Gesamthöhe 51 m, Höhe von Boden Gehweg über dem Innenhof 28,5 m

Blick vom Turm der Burg im Jahre 1911

GPS Position

N 49° 42.588', E 12° 46.699'
[GPX]

[MAPY.CZ]