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Bezdružice - Úterý

Synagoge Bezdružice

Die Anwesenheit der jüdischen Bevölkerung ist in der Gemeinde schon seit 17. Jahrhundert nachgewiesen. Am ehesten hat sich die erste Familie eingezogen von Skupeč im Jahre 1694. Weitere Familien beitreten zu ihr. Zur Ende des 18. Jahrhunderts haben in Bezdružice 15 Judenfamilien gelebt, seinen Höhepunkt hat die Judenpopulation in der Stadt im Jahre 1880 erreicht, wann hier 133 Bewohner von jüdischer Ursprung vorgemerkt wurden. Seit diesem Augenblick hat die Anzahl der Judenfamilien in der Stadt gesunken. Es war verursacht mit ihrer Umziehung in gröβere Städte. Im Zusammenhang mit dem Wachstum oder der Senkung der Bewohneranzahl hat sich auch der Judenviertel geändert. Häuser und Häuschen haben sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts westlich von heutigeren Plzeňská Straβe gesammelt. Der meistvernichtende Feuerbrand hat den Viertel im Jahre 1891 betroffen. Nach einem Blitzeinschlag haben alle Häuser auβer der Synagoge niedergebrannt. Deshalb muβten sie wieder ausgebaut werden. Bis heute haben sich mehr als 10 jüdische Häuser in Plzeňská und Švermova Straβe erhalten. Die erste bekannte Betthalle war ein Teil des gröβten Wohnhauses, der auf der Stelle des heutigeren Hauses Nr. 78 auf der Südseite der Švermova Straβe stand. Im Jahre 1812 wurde eine gröβere Synagoge zwischen der Ostseite von Židovský dvůr („Judenhof“) und der Plzeňská Straβe erbaut. Die Synagoge ist gebaut in klassizistischem Stil mit einem Walmdach. Mit der Ankunft von Faschisten im Jahre 1938 wurde ihre innere Einrichtung zerstört und seitdem wird sie als Lagerhaus und Scheune ausgenutzt. Heutzutage ist die Synagoge im Privateigentum. Bis heute hat sich hier nördliche zweigeschossige Frauenabteilung bewahrt, die mit der Betthalle durch gemauerte Arkaden gekoppelt ist. Weiter gibt es im Saal Reste der Stuckverzierung und eine geputzte hölzerne Gewölbeimitation zu sehen. Auch die doppelte Dachstuhlbindung ist interessant. Der beträchtlich devastierte Judenfriedhof liegt etwa 800 m nordwestlich vom Bezdružicer Platz und 600 m südöstlich vom Dorfplatz in Řešín. Der Friedhof selbst, dessen Fläche heute bis 1655 m2 beträgt, wurde 1761 gegründet auf einer Parzelle eingerichtet, die dem Schloβbesitzer vom Adelsgeschlecht der Löwensteins gewidmet wurde. Auf dem örtlichen Friedhof wurden die Verstorbenen aus den Gemeinden Cebiv, Lestkov, Skupeč und anderen umliegenden Gemeinden beigesetzt. Der Friedhof ist mit einem gelbmarkierten Touristenpfad erreichbar. Heute befinden sich auf dem Friedhof über 212 Grabsteine, die jedoch meistens gestürzt sind.

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GPS Position

N 49° 54.365', E 12° 58.408'
[GPX]

[MAPY.CZ]