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Bergmännische Städte und Dörfer

Jindřichovice (Heinrichsgrün)

Jindřichovice ist eine ehemalige Bergstadt im westlichen Erzgebirge. Sie liegt zwischen 640 m und 700 m auf einer Hochfläche des Nejdecká vrchovina (Neudecker Bergland), welches den Südwestteil des Westerzgebirges bildet. Die Ersterwähnung von Heinrichsgrün erfolgte 1273 in einem Schriftstück von Papst Gregor X. Der Ort gehörte damals zum Besitz des Klosters Tepl.

St. Martinskirche © Gemeinde Jindřichovice

Von 1434 bis 1672 war Heinrichsgrün im Besitz der Grafen Schlick, unter denen der Ort zu einer Blüte kam. Es wurden Zinn, Eisenerz, Blei und Silber abgebaut. Im Jahre 1537 erhielt Heinrichsgrün die Stadtprivilegien. Im Jahre 1627 mußten die Schlicks den Besitz an Otto von Nostitz verkaufen. Dessen Nachkommen waren bis 1945 Eigentümer des Ortes. Die Bergbaugeschichte der Ortschaft wird mit dem Gemeindewappen erwähnt.

Stadtwappen

Während des Ersten Weltkrieges wurde 1915 durch die k.u.k. Monarchie ein Gefangenenlager, hauptsächlich für serbische, russische und italienische Gefangene in der Nähe von Heinrichsgrün errichtet. Etwa 28 000 Gefangene mußten in den Eisen- und Bergbaubetrieben, besonders in Rotava (Rothau) und Sokolov (Falkenau) arbeiten. Viele von ihnen starben vor Hunger, Erschöpfung und wegen der schlechten Hygiene auch an Epidemien. Sie wurden zunächst in der Nähe des Lagers, teils in Massengräbern, begraben. Nach Kriegsende ließ die damalige jugoslawische Regierung ein von den Gefangenen gebautes Wasserwerk zu einem Mausoleum umbauen. Die meisten der Gebeine wurden exhumiert und dort beigesetzt. Heute befindet sich dort eine Gedenkstätte.

Mausoleum © Gemeinde Jindřichovice

Nützliche Informationen

Quelle: http://de.wikipedia.org/…5%99ichovice

GPS Position

N 50° 16.934', E 12° 36.133'
[GPX]

[MAPY.CZ]