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Hojsova Stráž

Papierfabrik Hamry

Den Betrieb gründete im Jahre 1882–1884 Julius Otto Petzold als eine Holzschleiferei. Vorraussetzung für den Bau des Betriebes war die Waldmenge in der Umgebung und die Möglichkeit der Nutzung des Gefälles des Flusses Úhlava. Drei lange Kanäle brachten das Wasser in drei Turbinen (zwei Francis und eine Pelton), die Strom für die Fabrik und Umgebung erzeugten. Drei Schleifen und zwei Entwäserungs Maschinen erzeugten Holzstoff nur zum Verkauf, nicht zur Weiterverarbeitung, im Jahre 1892 wurde der Holzstoff nach Sachsen exportiert. Im Jahre 1901 ist die Fabrik in das Eigentum von Hugo Fischer übergangen, der noch eine Papierfabrik im preuβischen Schlesien hatte. Im Jahre 1905 wurde die Fabrik um einen Kesselraum mit einem hohen Schornstein erweitert, der ein architektonisch gelungener Bau ist, der der Fabrik natürlich dominiert, neben für die damalige Zeit traditionellen Elemente (Untersatz, teilweise der Kopf), fesselt hauptsächlich das schöne Mosaik aus Ziegeln.

Ing. Petzold gründete am 25.9.1911 eine GmbH mit dem Namen Holzstoff und elektrochemische Fabrik Gustavsthal mit einem Stammkapital von 320 000 K. Der Gegenstand des Unternehmens war die Herstellung von Holzstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und weiterer Chemischer Erzeugnisse, Beschaffung der da zu nötigen Materialien und Hilfsstoffen und Verkauf der Erzeugnisse. Laut Kaufvertrag vom 30.10. und 9.11.1911 kaufte die Gesellschaft die Papierfabrik von Hugo Fischer für 350 000 K. In den Jahren 1912 und1913 wurden die Betriebsgebäude durch anbauen eines Lagers für Einrichtungen zur Herstellung von Sauerstoff und Kompressorenräume, Werkstete beim Kesselraum, Erweiterung der Holzsäuberung und der Holzstoffkammer, erweitert. Es wurde ebenfals eine neue Dampfmaschine gebaut. Zur Verbesserung des Transportes wurde in den Jahren 1919–1922 eine Seilbahn zum Bahnhof Hamry-Hojsova Stráž gebaut, die eine ähnliche Konstruktion wie z. b. die Bahn zum Petřín, bis heute ist von ihr der ganze Körper mit Balken und Metalteilen erhalten. Um das Jahr 1919 wurde in Prag eine Geschäftsstelle für Verkauf von Holzerzeugnissen und Lederpappe, Hand und Maschinen Pappe und weiteren Erzeugnissen der Pappemaschine eröffnet. Seinen Anteil an der ziemlich verschuldeten Fabrik überlieβ im Jahre 1930 Ing. Petzold zum Preis von 50 000 Kč JUDr. Stanislav Koutek, dem Direktor des Kartells der Holzstoff Erzeuger und der Pappenfabrik Kartonia in Prag. Dr. Koutek kaufte 1936 von den Staatswäldern auch das Sägewerk mit Wohnhaus (Nr. 58-Horník), zu deren Verwalter er den Angestellten des Betriebs Josef Lerach bestimmte. Im Jahre 1937 bekam er für 20 000 Kč auch den Anteil an der Papierfabrik von R. Engel. Auf Grund von Kartellverein­barungen wurde 1931 die Erzeugung von Chemikalien – Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, beendet. 1934 verlief ein Versuch zur Herstellung von Isolationsbau­platten auf Maschinen, die von der Firma Hormanit aus Prag geborgt waren. Die Erweiterung um die Pappenerzeugung wurde im Namen erst 1937 erkenntlich: Holzstoff, Pappe und elektrochemische Fabrik Gustavsthal. Nach dem Anschluss des Grenzgebietes Hitler Deutschland wurde Gustav Lerach zum Verwalter benannt. Am 22.6.1939 kam es in Prag zur Unterschrift eines Vertrags, nach dem Dr. Koutek die Papierfabrik mit der Säge für 600 000 Kčs an die Firma Weiss verkaufte, wobei sich die Firma Weiss verpflichtete die Schulden von 525 000 Kčs bei Živnostenská banka in Pilsen zu bezahlen. Direktor der Firma war Karel Weiss, Prokurist Gustav Lerach. Nach dem Tod von Karel Weiss waren einzige Teilhaber der Firma C und W Weiss seine Frau Eugenie Weiss und die Tochter Marie Wolf. Die Fabrik war die ganze Okkupation im Eigentum der Firma Weiss. Am 8.5.1945 erlieβ der ONV (Bezirksamt) in Pilsen eine Sicherungsorder, mit dem er das ganze Vermögen der Firma Weiss für weitere Maβnahmen der Ämter sicherte und bestimmte Bedřich Chlup zum Verwalter. Die Fabrik und die Einrichtungen wurden in völliger Ordnung aufgefunden und durch Josef Lerach übergeben. Gleichzeitig ersuchte der Vorkriegs Inhaber Dr. Koutek um Rückgabe der Fabrik, mit der Begründung, dass der Verkauf an die Firma Weiss von deutschen Stellen erzwungen war. Das Industrie Ministerium führte in die Firma eine Nationalverwaltung ein, als Nationalverwalter wurde Dr. Koutek bestimmt. Der Name wurde auf Úhlaver Mühle, Fabrik für Holzstoffe und Pappen GmbH geändert. Die Fabrik wurde bald als ehemaliges deutsches Eigentum konfisziert, wogegen Dr. Koutek Berufung einlegte, mit der Begründung, er musste die Fabrik aus Nationalitäten Gründen unter Zwang verkaufen. Die Papierfabrik mir Wäldern und Wiesen wurde ihm zurückgegeben, dagegen gab die Nationalverwaltung der Firma C und W Weiss Berufung, mit der Begründung Dr. Koutek habe die Fabrik aus freiem Willen ohne Druck verkauft. Der Streit durch die Einführung der Nationalverwaltung seitens der Západočeské papírny (Westböhmische Papierwerke) und durch die Ernennung des Bedřich Chlup zum Beauftragten beendet. Die Papierfabrik wurde 1967 geschlossen und an die Západočeské státní lesy (Westböhmische Staatswälder) übergeben. Zwei Kater mit der Breite 100 und 60 cm sägten das Holz. Wegen Unwirtschaftlichke­it wurde das sägen am 31.12.1975 beendet. Der Waldbetrieb gab die Zustimmung zum Abbau der Trocknungsanlage, aber durch fremde Tschechische Personen wurde alles was ging abmontiert und weggefahren. Nächster Eigentümer wurde JZD (Landwirtschaf­tsgenossenschaf­t) Janovice, aber es kam zu keinen Reparaturen.

GPS Position

N 49° 12.425', E 13° 10.573'
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Město Železná Ruda
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