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Das Museum des böhmischen Granats in Třebenice (Trebnitz)

Wenn man über den böhmischen Granat spricht, denkt man fast automatisch, an den roten bis fast feuerroten, in Schmuck eingesetzten Edelstein. Seine Färbung gewann der Edelstein durch das mit Chrom beigemengte Eisen. Der böhmische Granat und der aus ihm hergestellte Schmuck ist bereits seit dem 16. Jh. bekannt. Mitte des 19. Jh. wurde er zum Modeschmuck. Dank seiner Ausnahmequalitäten, hauptsächlich seiner Härte und seiner kleinen Größe wurde er populär. Mit den Sammlungen von historischem Schmuck, Accessoires und des mit böhmischem Granat dekorierten Geschirrs, rühmen sich einige tschechische Museen. Eines von ihnen befindet sich in der altertümlichen Stadt Třebenice (Trebnitz) im Böhmischen Mittelgebirge. Die Umgebung dieser Stadt ist mit der Gewinnung des charakteristis­chsten tschechischen Minerals – des Pyrops einer hohen Qualität, vom böhmischen Granat verbunden. Das Museum und seine Sammlungen sind in der ursprünglich deutschen, 1902 gebauten lutherischen Kirche untergebracht. 1959 wurde sie in ein Museum umgewandelt, obwohl das erste Trebnitzer Museum bereits im Jahr 1872 entstand. Eine Sehenswürdigkeit der Kirche findet man in ihrem Turm, in diesem sich ein mechanisches, am Umbruch des 19. und 20. Jh. hergestelltes Uhrwerk mit drei Zifferblättern befindet. Die Kirche wurde von hiesigen deutschen Bewohnern, nach den Plänen des Architekten A. H. Groh, aufgebaut. Ursprünglich war die Kirche mit drei Glocken ausgestattet, welche im Ersten Weltkrieg jedoch von der Armee beschlagnahmt wurden. Als Grundlage der Ausstellung des Museums diente die private Sammlung des hiesigen Arztes, Politiker und Patrioten, Dr. med. Václav Pařík, der das Museum auch gründete. Die ständige Ausstellung informiert über die Förderung und Bearbeitung des böhmischen Granats sowie über die Geschichte von Trebnitz und seiner Umgebung. Zwischen den Exponaten findet man beispielsweise den drittgrößten böhmischen Granat oder den Schmuck von Ulrike von Levetzow, der letzten großen Liebe von Johann Wolfgang Goethe. Ein Bestandteil der Ausstellung ist sowohl historischer als auch zeitgenössischer Schmuck. Sie können sich den Granat ansehen, aber auch vor dem Museum oder im eingeführten Granatsand selbst sammeln. Die Ausstellungen werden heute von der Stadt Trebnitz betrieben.

Der böhmische Granat

Kirche mit dem Museum

Der typische Schmuck

GPS Position

N 50° 28.683', E 13° 59.061'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Pavel Gruntorád
Tel.:774114586
http://pamatkyjinak@gmail.com