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Vulkane

Vysker

Der Hügel Vyskeř (464 m n m.) türmt sich über einem gleichnamigen Dorf. Er ist Beispiel eines Tuffkegels. Seine Spitze wird dagegen mit Pikrit gebaut, der in ganzen Böhmischer Paradies kleinste Siliziumdioxid­gehalte hat, aber dafür höchste Gehalte des Magnesiumoxids und des Chrom(III)-oxids. Das nachweisen auch kleine Chromitkörner, die in Olivinkristallen eingeschlossen sind. Olivin ist überwiegendes Mineral des Pikrits. Das Gestein weiter enthält Einsprenglinge des Klinopyroxens, der die Matrix bildet, und auch Magnetit und Analcim. Während seines Aufstiegs durch den Obermantel und Erdkruste hat das originelle Magma wichtige Änderungen durchgemacht, die sich insgesamt Differenzierung nennen. Bei der Gravitationsdif­ferenzierung begann Olivin kristallisieren, der schwerer als die Nebenschmelze war und deshalb hat sich beim Magmaherdboden getürmt. Magmatite, die mit Mineralienanhäufung dank der Gravitationsdif­ferenzierung entstanden, werden als Kumulate bezeichnet. Bei vulkanischer Aktivität dann wurde der Herd von oben nach unten ausgeleert. Die Pikritlava ist dabei im Zufuhrsystem erstarrt. Erosion hat schon beseitigt Laven, die ergossen wurden und Olivinverarmt waren. Die Schluβmagmenpor­tion, die den Unterteil des Magmaherds darstellt, war mit Olivin angereicht. Im Vergleich mit Gleichgewichtszus­tand der Schmelze ist die Olivinmenge rund um 15 % gröβer und der Olivin ist also von Kumulatursprung. Zum Gipfel führt ein Kreuzweg zur St. Anna-Kapelle „na Hůře“ aus Jahre 1830. Vyskeř bildet ein Relikt kleinen Vulkans am Nordrand des gleichnamigen Dorfs. Hinter der Kirche beginnt ein Weg, die die Höhenlinie folgt bis nach kleinen verlassenen Steinbruch am Südfuβe. Die Pyroklastika sind relativ kleinkörnig und eine mit dem Abhang konkordant geneigte Schichtung ist offenbar darin. Das heiβt, daβ auf Vyskeř sind Oberflächenpartien eines monogenetischen Vulkans bewahrt, der bei einer vulkanischen Aktivität entstanden ist. Hoher Fragmentierungsgrad des vulkanischen Materials entspricht einer phreatomagmatischen Eruption.

Kapelle St. Anna

Kreuzweg

Blick auf Trosky

GPS Position

N 50° 31.915', E 15° 9.599'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Geopark UNESCO Český ráj
Jiří Vlasák
e-mail:vlasak@geopark-ceskyraj.cz
http://www.geopark-ceskyraj.cz