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Historie obce Špičák

BERGRETTUNGSDIENST ODER GENAU ÜBERSETZT BERGDIENST

Der Bergrettungsdienst wirkt in sieben Gebirgen in der Tschechischen Republik: Šumava (Böhmerwald), Krušné hory (Erzgebirge), Jizerské hora (Isergebirge), Krkonoše (Riesengebirge), Orlické hory (Adlergebirge), Jeseníky (Altvatergebirge), Beskydy (Beskiden). Der Errichter des Bergdienstes der Tschechischen Republik ist seit dem Jahr 2004 das Ministerium für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik. Der Bergdienst ist ein Bestandteil des Integrierten Rettungssystems und arbeitet eng mit dem Gesundheitsret­tungsdienst, der Polizei der Tschechischen Republik und dem Feuerwehrrettun­gskorps zusammen. Der Bergdienst ist in einem abgegrenzten Gebirgsgelände auf dem Territorium der Bezirke Plzeň (Pilsen) und Südböhmen tätig. Er wirkt fast im ganzen Gebiet des Nationalparks Šumava (Böhmerwald) und einem Teil des geschützten Landschaftsgebiets Šumava (Böhmerwald). Die Rettung der im Gebirgsterrain in Not geratenen Personen sichern während des ganzen Jahres zehn Berufsretter und zweiundzwanzig freiwillige Mitglieder der Bürgervereinigung des Bergdienstes der Tschechischen Republik. Die Retter sind geschulte Profis auf einem hohen Fachniveau, die während eines Jahres im Böhmerwald ca. 1200 Unfälle behandeln. Sie arbeiten in drei Distrikten: Špičák im Westteil des Böhmerwaldes, Zadov im zentralen Böhmerwald und Kramolín im südlichen Teil des Böhmerwaldes. Dienstleistungen im übrigen Gebirgsgelände erbringen die Geländestationen des Bergdienstes: Sportareal Špičák, Prášily, Kvilda, Kubova Huť und Nová Pec. Zur Ausrüstung des Bergrettungsdi­enstes gehören sechs Rettungsfahrzeuge, dreizehn Schneeroller, fünf Geländecarts, sowie weitere zur Erste-Hilfe-Leistung unentbehrlichen Transportmittel und das Gesundheitsma­terial. Sehen wir ein bisschen in die Geschichte des Bergrettungsdi­enstes ein: Unter den Einwohnern von Špičák, Klatovy und Plzeň waren nach dem Jahr 1945 genug gute Skifahrer und Sportler, von denen sich einige um die Gründung des Skiklubs und des Bergrettungsdi­enstes im Böhmerwald bemühten (dieser entstand am 16.7.1948). Um seine Gründung machte sich vor allem der Skifahrer Antonín Říha verdient. Seine Wohnung in der Pension Stella in Špičák machte er zur ersten Station des Bergrettungsdi­enstes, wo sechs Freiwillige von verschiedenen Berufen einschließlich des Distriktsarztes zusammenkamen. Antonín Říha war nicht nur der Gründer des Bergrettungsdi­enstes im Böhmerwald, sondern auch dessen langjähriger Hauptmann uns später ebenfalls Vorsitzender des Bergdienstes der Tschechischen Republik. Im Jahr 1949 wurde die Freiwilligengruppe um fünf weitere Mitglieder in Hojsova Stráž erweitert. Ihre einzige Ausrüstung war der Wunsch den Menschen zu helfen, die im Gebirgsgelände in Not gerieten. Im Jahr 1950 wurde die Grenzzone errichtet, deren Betreten nur mit einer Sondergenehmigung möglich war. Dadurch wurden Hojsova Stráž und Můstek zum Zentrum des Sportlebens und Tourismus. Die Unfälle nahmen zu, die Mitgliederbasis vergrößerte sich nach und nach bis auf 15 Mitglieder. Nach dem Jahr 1956, wo an der Staatsgrenze mit Strom gespeiste Drahtsperren errichtet wurden, wurde die Grenzzone wesentlich enger, und das Sportleben und Tourismus kehrten größtenteils zurück nach Špičák und Železná Ruda. An jedem Wochenende dienten dort acht Mitglieder des Bergdienstes mit Assistenz und Arzt. Damals wurde auch die Mitgliederbasis in Špičák ergänzt, zuerst um Einheimische, später auch um gute Skifahrer aus Klatovy und Plzeň. Die Endbasis des Bergdienstes zählte an die 40 Mitglieder und sechs Ärzte. Die stets anwachsende Besucherzahl im ganzen Böhmerwald forderte die Errichtung weiterer Zweigstellen des Bergdienstes, und zwar in Železná Ruda, seit dem Jahr 1957 in Kašperské Hory, Zadov, Kleť und Nové Hutě. Am Anfang hatte der Bergrettungsdienst als Ausstattung für den Abtransport der im Gelände Verunglückten nur zwei hölzerne Gebirgstragen von der Armee und die Erste-Hilfe-Sanitätstasche von dem Roten Kreuz. Erst später, als der Bergdienst in die Kompetenz des Verbandes der Tschechoslowa­kischen Körperkultur fiel, erwarb er eine bessere Ausstattung. Die Meldestelle des Bergdienstes war die Holzhütte auf der Wais-Wiese, ein Geschenk des Militärerholun­gsheimes Rixi. Im Jahr 1961 wurde hier eine „sowjetische“ Hütte gebaut, die dort bis jetzt steht aber schon einen anderen Eigentümer hat. Der Bergdienst kümmerte sich seit Anbeginn um die Sicherheit der Skifahrer auf Pisten, Übungswiesen sowie an Gebirgskämmen und assistierte bei verschiedenen Sportwettkämpfen. Seine Mitglieder hielten Aufklärungsvor­träge, errichteten Wegweiser im Gelände und beschäftigten sich mit dem Umweltschutz. (mit Ausnützung der Materialien des Mitbegründers des Bergdienstes in Špičák, Jiří Bárta, und des Hauptmanns des Bergdienstes Michal Janďura).

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