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Historie obce Špičák

KASKADEN, GEMEINDEN ŠPIČÁK, ŽELEZNÁ RUDA UND DER BERG ŠPIČÁK MIT PISTEN

Das touristische Zentrum Špičák befindet sich 4 km von Železná Ruda, im Sattel zwischen den Bergen Špičák (Spitzberg, 1202 m) und Pancíř (Panzer, 1214 m). Über den Sattel, in einer Höhe von 1000 m, läuft die Wasserscheide des Schwarzen Meeres und der Nordsee. Špičák (ursprünglich Dorf Eisenstein, später Spitzberg) war früher eine selbstständige Gemeinde bei Železná Ruda (Markt Eisenstein), die nach dem Jahr 1945 um das Gebiet der Gemeinde Železná Ruda ves (Dorf Eisenstein) – damals ein Teil des heutigen Železná Ruda erweitert wurde. Sie hatte ihr Verwaltungsamt, ihre Post und später auch ihr Kino. Železná Ruda bekam seinen Namen dank dem Rohstoff, der dort in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts gewonnen wurde. Der erste Teil des deutschen Ortsnamens – Markt heißt, dass es sich um ein Städtchen mit der Marktfunktion handelte. Zum Marktflecken wurde es irgendwann am Ausgang des 18. Jahrhunderts erhoben und den Titel Stadt erwarb es im Jahr 1960. Gemeinde Špičák war damals ins Verwaltungsgebiet von Železná Ruda eingegliedert und von seinem Gemeindeamt geleitet. Zum ersten Mal erwähnt wurde Špičák im Jahr 1569. Ende des 19. Jahrhunderts, nach der Inbetriebsetzung der Eisenbahnlinie Plzeň–Železná Ruda kam es in der Region Špičák und Železná Ruda zu einem großen Aufschwung der Sommertouristik und später auch der Wintertouristik. Die Eisenbahnstrecke durchläuft den 1747 m langen Tunnel unter dem Sattel Špičácké sedlo, der in den Jahren 1874–1877 als erster Eisenbahntunnel im damaligen Österreich-Ungarn gebaut wurde (dazu eine separate Tafel). In dem zeitgemäßen Körbers Reiseführer können wir lesen: „ Špičák, in Deutsch Spitzberg, gehört zum böhmischen Eisenstein. Das Dorf erstreckt sich im Bergsattel zwischen den Bergen Špičák und Pancíř, zu beiden Seiten der aus Eisenstein ins Tal des Flüsschens Úhlavka führenden Kreisstraße, welche auch die Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Kolonie Špičák vermittelt. Wegen seiner günstigen Lage wird es von Wanderern und Sommergästen ausgesucht, so dass hier besonders in Sommermonaten ein reges Leben herrscht. Dank der sich erfreulich entwickelnden Wintertouristik wurde Špičák zu einem ständigen Sportzentrum, dass durch das Publikum in solch einem Maß ausgesucht wird, dass sich die Eisenbahnen entschlossen, in der Zeit vom 1. Dezember bis zum Ende März an jedem Sonntag und Feiertag Sonderzüge aus Plzeň nach Eisenstein abzufertigen“. Die sog. „Schneemannzüge“ fuhren nach Železná Ruda noch in der Zeit des Sozialismus und eine Zeitlang konnte man sogar in der Station Špičák übernachten.

Dank einigen Pensionen und Hotels (Prokop, Rixi), die dort schon in den Jahren 1882 bis 1910 entstanden, sowie den Hotels aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, war Špičák ein bekanntes Wander- und Skizentrum. Schon im Jahr 1913 wurden hier die nordischen Spiele im Skifahren abgehalten (Slalom, Fahrt mit 1 Stock, akrobatisches Skifahren). Nicht einmal nach der Entstehung des „Eisernen Vorhangs“ hören die Sportler und Urlauber auf, das ganze Gebiet zur Erholung auszunützen. In den 50er Jahren entstehen in der Umgebung von Špičák, Hojsova Stráž, Železná Ruda ca. siebzig Erholungsheime. Und an Wochenenden bringen die Züge und Busse weitere Besucher. In den 70er Jahren, wo die sog. Grenzzone in Richtung Binnenland erweitert wurde, sprach man davon, dass das ganze Gebiet für Urlauber geschlossen bleibt. Aber es kam nur dazu, dass alle Reisenden im Zug zwischen Hojsova Stráž und Špičák kontrolliert wurden und Autofahrer im Sattel Špičácké sedlo und bei der Durchfahrt von Hamry den Grenzschutzsoldaten ihren Personalausweis zur Kontrolle vorlegen mussten. Was ist in der Region Železná Ruda und Špičák zu sehen? In den Sommermonaten können ihre Besucher die hiesige Natur und die historischen Sehenswürdigkeiten bewundern. Zu den Hauptattraktionen gehören seit langem die Böhmerwaldseen. Am nächsten sind die Seen Čertovo und Černé jezero (Teufelssee und Schwarzer See), nicht weit gibt es die Seen Prášilské jezero und Laka (Stubenbacher See und Lackasee), heute umgeben von leider trockenen Wäldern. Einen Katzensprung hinter der Grenze befinden sich der Rachelsee, der Große und der Kleine Arbersee. Spitzenpartien des Berges Špičák sind im Sommer zu Fuß oder mit der Seilbahn zu erreichen, im Winter mit der Seilbahn oder mit Skiern. Das bekannteste Skiareal Špičák erstreckt sich in einer Seehöhe von 865 bis 1202 m, am Südosthang des Berges Špičák (Spitzberg, 1202 m). Es gibt hier 17 Abfahrtsstrecken von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, ihre Gesamtlänge beträgt 8,4 km. Von Špičák aus führt auch eine historische Sesselbahn auf den Berg Pancíř (Panzer). In der Nähe befinden sich gepflegte Skilanglaufloipen. Železná Ruda und Špičák, zusammen mit der deutschen Nachbarngemeinde Bayerisch Eisenstein, bilden eines der größten Erholungs- und Touristikzentren in Mitteleuropa (außerhalb der Alpen) mit einem bunten Dienstleistun­gsangebot für Urlauber während aller Jahreszeiten.

špičák nádraží, nad tunelem

ZelRuda_opr_2011

GPS Position

N 49° 9.499', E 13° 13.589'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Milan Kříž
Tel.:602646780
e-mail:kriz@zeleznaruda.cz
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