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Okruh Debrník - utajená obrana

Runde Deffernik (Debrník) – Die geheime Verteidigung

Es handelt sich um den allerersten Lehrpfad in der Tschechischen Republik, der den Besuchern dieser bis vor kurzem noch streng geheimen Festungsanlagen vorstellt! Der Wanderweg Deffernik ist grün markiert und führt die interessierten Besucher ins ehemalige verbotene Grenzgebiet, das seit 1989 für die gewöhnlichen Bürger ganz unzugänglich war. Außer der Besichtigung von einigen Festungsanlagen, macht er die Besucher mit der Form der Panzerbarrieren und der Barrieren gegen die Fußtruppen bekannt, die im System der Nachkriegsbefes­tigung benutzt wurden und erklärt auch die Form und den Zweck der Einrichtungen und Gebäuden, die von der Grenzwache zur Bewachung der Grenze benutzt wurden. Die Gesamtlänge des Wanderweges ist ungefähr 4,5 km und auf ihm sind 12 Tafeln, zwei Schussobjekte, rekonstruierte erneuerte Barrierensysteme usw. platziert. Der Wanderweg ist für Fußgänger sowie für Radfahrer geeignet und führt nur auf befestigten Strecken. Der Eintritt in alle zugänglich gemachte Festungsanlagen ist nur auf eigene Gefahr. Der Besichtigungsweg endet am ehemaligen Grenzübergang Eisenstein (Železná Ruda) / Bayerisch Eisenstein in Elisenthal (Alžbětín). Das Ende des zweiten Weltkriegs brachte auch die schrittweise Trennung von Europa in zwei Blöcke. Die in die sowjetische Einflusssphäre eingeordnete Tschechoslowakei geriet leider unmittelbar an die Grenze von zwei ganz unterschiedlichen Ideologien, zwischen denen brach kurz nach der Niederlage Deutschlands der Kalte Krieg aus und der berüchtigte Eiserne Vorhang wurde errichtet. Die Gefahr des Ausbruchs des dritten Weltkriegs, die zusätzlich von Konflikten in Korea und Vietnam verstärkt wurde, zwang die beiden Blöcke zu intensivem Wettrüsten und zur Einschüchterung durch Atomwaffen. Auch die tschechoslowakische Armee bereitete sich auf die erwartete Begegnung vor und ein Bestandteil dieser Vorbereitungen war auch die streng geheime Errichtung der neuen Befestigungen im System der sog. Feldverteidigung . In den Jahren 1953 – 1990 wurden im westlichen Grenzgebiet Tausende von einfallsreich versteckten Bunkern gebaut, die helfen sollten, den Ansturm des Feindes aufzuhalten, und so die Übertragung des Konflikts auf das Territorium des Feindes zu ermöglichen. Eisenstein mit seiner unmittelbaren Umgebung hatte wegen der wichtigen Kommunikation Zwiesel – Klattau (Klatovy) eine strategische Lage und deswegen wurde seiner Verteidigung eine beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet. Nur in den Jahren 1953 – 1964 wurden zwischen Elisenthal(Al­žbětín) und Eisenstein (Železná Ruda) mehr als 50 Anlagen der Feldverteidigung gebaut und so kann man ohne Übertreibung sagen, dass Železná Ruda ( Eisenstein) die meist befestigte Stadt im westlichen Grenzgebiet war. Die meisten Bunker sind bis heute in einem guten Zustand erhalten und ein Teil von denen kann man im Rahmen des Lehrpfads „Die geheime Verteidigung des Eisernen Vorhangs“ besichtigen.

GPS Position

N 49° 8.238', E 13° 14.060'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Město Železná Ruda
Milan Kříž
Tel.:602646780
e-mail:kriz@zeleznaruda.cz
http://