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Kravařsko

Schloss des Adelsgeschlechtes von Žerotín (288 m ü. M.)

Die Schlossräume dienen als Bezirks-Heimatkundenmuseum in Nový Jičín. Das ursprüngliche befestigte Haus aus dem 14. Jahrhundert wurde erweitert und zum gotischen Palast umgebaut. Bis zum Jahre 1558 diente er überwiegend den Residenzzwecken, jedoch nach diesem Jahr nur mehr den Verwaltungs- und Wirtschaftszwecken. Nový Jičín (deutsch Neu Titschein, früher Neutitschein), wo wir das Schloss finden, ist eine Stadt im Moravskoslezský kraj in Tschechien. Nový Jičín liegt 32 km südwestlich von Ostrava und hat etwa 27.000 Einwohner. Die Gründung der Stadt fällt wahrscheinlich in das 13. Jahrhundert. Bereits 1313 erhielt Neutitschein das Stadtrecht, das auch mit dem Recht zur Erhebung von Zöllen verbunden war. Inmitten des Kuhländchens gelegen, war die Stadt berühmt wegen ihrer Viehmärkte, der Tucherzeugung (Firma Preisenhammer, gegründet 1786) und der Herstellung von Hüten (Firma Hückel, gegründet 1799). Neutitschein war der Geburtsort der Maler Hugo Baar, Julius Berger, Anton Kolig und Eduard Veith. Am Stadtplatz 29 verstarb am 14. Juli 1790 der österreichische Feldherr Ernst Gideon von Laudon. 1930 wurden 13.997 Einwohner gezählt, davon waren 4.236 Tschechen. Am 17. Mai 1939 hatte die Stadt Neu Titschein 13.486 Einwohner und am 17. Mai 1947 waren es 11.406 Bewohner. Bis 1945 bildeten Deutschböhmen die stärkste Bevölkerungsgruppe, gleichzeitig war das Gebiet um Neutitschein aber wegen der gemischten Bevölkerung auch eines der Zentren des Widerstands gegen die Nationalsozia­listen. Aufgrund der Beneš-Dekrete wurde die deutschböhmische Bevölkerung 1945 enteignet und vertrieben.

GPS Position

N 49° 35.607', E 18° 0.628'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Geopark Podbeskydí / Občanské sdružení Hájenka
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