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Der Stein und der Mensch

Střeleč

Der Steinbruch Střeleč gehört zu den wichtigsten Glassandlager­stätten in Böhmen. Der Rohstoff von Střeleč hat Weltparameter und nach Bearbeitung wird vor allem für die Kristallglasher­stellung benutzt. Die Hauptschicht von weiβgrauen, fein- bis mittelkörnigen Quarzsandsteine erreicht die Mächtigkeit bis 88 m. Die Sandsteine, von denen die Glassande gewonnen werden, haben einen hohen Grad der Aussortierung und der Chemischen Reinheit. Sie sind in der Kreideperiode etwa vor 90 Jahrmilionen im Flachmeer entstanden. Die Sandsteine sind mit Fossilfunde wie z.B. Inoceramus cf. lusatiae And. oder Cardiaster ananchystis (Leske) in unteres Coniacium datiert. Die Sandsteine sind fein- bis mittelkörnige. Der förderte Sandstein ist von mehr als 95 % mit dem Quarz gebildet, vereinzelt sind Feldspat- und Glimmerkörner. Im Zement durchsetzt sich fast ausschlieβlich der Kaolinit. Der Inhalt der Nutzfraktion (0,1 bis 0,6 mm) schwankt um 85 %. Der Schadstoffinhalt, der hauptsächlich mit Schwerminerali­envorkommen bestimmt ist, variiert im Bereich 0,001 – 0,004 % Fe2O3. Die Schwermineralien, zwischen denen Turmaline überwiegen, sind in der Fraktion unter 0,1 mm konzentriert. Rund 40 % der Schwerfraktion macht Ilmenit, Anatas, Rutil, Titanit, Brookit und ein Produkt ihrer Umwandlung, Leukoxen. Zirkon, Staurolith und Granat sind üblich. Die Schichtenfolge der Glassandsteine endet mit der sog. roten Lage von feinkörnigen, stark tonigen Sandsteine mit erheblichem Eisenpigmentinhalt. Darüber legen noch gelbliche bis gelbgraue, gewöhnlich stärker befestigte Sande, 5 bis 40 m mächtig, die wegen kleineren chemischen Reinheit hauptsächlich als Gieβereisande ausgenutzt werden. Die ursprüngliche klassische Förderung mit Abschusse und Baggerung wurde bis Jahr 1980 mit der hydraulischen Förderung ersetzt, wobei fürs Sandsteinabbrechen das Druckwasser benutzt wird. Die gegenwärtige Förderungsmethode besteht in Minimisierung der Sprengarbeit. Mit dem Abbaubetrieb wurden beim Westrand des Steinbruchs tertiäre Gangbasalte entdeckt. Die tertiäre vulkanische Aktivität war mit horizontalen und vertikalen Bewegen begleitet, und so fanden viele Abschiebungen und Aufschiebungen statt. Die Geometrie der Lagerstatt ist mit den Bruchlinien bestimmt. Die nach Südwest geneigten Oberkreidense­dimente gradweise senken nach Verwerfungen, wie ist Eximos, und die benannten nach Hrdoňovice, Skaříšov oder Střeleč. Der Verlauf von Bruchlinien beeinfluβt das Grundwasserregime. Die Verwerfungen funktionieren als hydraulische Barrieren, andersmal weisen Dränwirkung auf. Ein untrennbares Teil des Abbauwerks ist auch der Rekultivierun­gsprozeβ. Im Steinbruch und Umgebung wurden etwa 180 Arten von Organismen, davon 16 besonders geschützte Wirbeltierarten, registriert. Engere Bindung auf das künstlich gebildete Biotop weisen die Uferschwalben auf.

GPS Position

N 50° 29.918', E 15° 15.581'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Geopark UNESCO Český ráj
Kontaktní osoba: Jiří Vlasák
Tel.:+420 731 413 755
e-mail:vlasak@geopark-ceskyraj.cz
http://www.geopark-ceskyraj.cz