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ČGS Jižní Čechy

Mydlovary

Die Gemeinde Mydlovary liegt nordwestlich, etwa 16 km von České Budějovice. Sie gehört zu einem von 9 historischen Dörfern sog. Zbudovská Blata. Die erste Erwähnung über die Gemeinde stammt aus dem Jahr 1352. In der Umgebung der Gemeinde, unmittelbar unter dem Dorf selber befindet sich eine große Fundstätte vom Lignit (Braunkohle von niedrigerer Qualität), dessen Förderung hier zwischen 1917 – 1918 anfing. Zwecks der Verwertung dieses billigen Rohstoffes von niedriger Qualität wurde 1922 das Kraftwerk Elektrárna Mydlovary – EMy in Betrieb gesetzt (die Förderung hörte im Jahre 1974 auf). Umfangreiche ausgeförderte Räume fanden folglich Gebrauch als Klärsumpf der chemischen Anlage für Uranerzverarbeitung MAPE, die 1962 in Betrieb gesetzt wurde und das Kraftwerk begann als Heizkraftwerk für diesen Betrieb, die Stadt Zliv und teilweise auch České Budějovice (die Dampfleitung mit Länge von 15 km war damals die größte ihrer Art in der Tschechoslowakei) dienen. Zum Jahre 1998 endete im EMy die Produktion des elektrischen Stroms und seit 2001 ist das Heizkraftwerkobjekt zur Nutzung des Erdgases modifiziert. Die Uranextraktion in MAPE endete im Jahre 1991, die Rekultivierung der zerstörten Landschaft setzt aber auch heutzutage fort und das Beenden der Arbeiten wird zum Jahre 2024 vorausgesetzt.

GPS Position

N 49° 6.560', E 14° 9.334'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Česká geografická společnost
Mgr. Petra Karvánková, Ph.D.
Katedra geografie PF JU v Českých Budějovicích, Jeronýmova 10, 371 15 České Budějovice
Tel.:+420 387 773 063
e-mail:karvikus@seznam.cz
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