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Leitmeritz

Schloss Ploskovice (Ploskowitz)

Die erste Erwähnung über den Namen Ploskovic erscheint am Anfang des 13. Jahrhunderts in einer Zuschrift zu dem alten lateinischen Text der Grundurkunde des Leitmeritzer Domkapitels vom Jahre 1057 – 1058. Das Dorf Ploskovice (Ploskowitz) gehörte Ende des 12. Jh. zu den Besitztürmern Hroznatas, der es 1188 dem Prager Johanniterorden überließ. Die bauten hier einen befestigten Sitz – eine Kommende. Die Kommende stand wahrscheinlich auf der Stelle der später gebauten gotischen Feste und des alten Schlosses. Die Johanniter verwalteten das Dorf Ploskowitz bis zu seinem Verkauf im Jahre 1545. In den Jahren 1545 – 1575 erfolgte wahrscheinlich der Umbau der Feste zum Renaissanceschloss. Es gab mehrere Inhaber des Dorfes Ploskowitz, unter denen vor allem Anna Maria Franziska von Sachsen-Lauenburg (später von Toskana) erwähnenswert ist. Sie entschied ein neues Schloss in Ploskowitz aufzubauen, das den Bauten des damaligen ausländischen Adels gleichstehen könnte. Sie ließ das Schloss teilweise im italienischen und zum Teil im chinesischen Baustil bauen und es luxuriös ausstatten. Auf dem Gelände des Schlosses, das an ein kleines Versailles erinnern sollte, entstanden Wasserbecken mit Fontänen, Ziergärten, Galerien, Statuen und Grotten. Die Kosten überschritten angeblich mehr als eine Million Gulden, es sind jedoch keine Quittungen erhalten geblieben. Die Archivalien beweisen erst die Zeit seit dem Jahre 1725 und betreffen die zu Ende gebrachten Arbeitstätigkeiten. Laut der Stilanalyse entstand der Bau, dessen Architekt vermutlich Kilian Ignaz Dientzenhofer war, in den Jahren 1720 – 1730. Mehr als hundert Jahre später wählte der letzte gekrönte tschechische König Ferdinand V. das Schloss Ploskowitz zu seiner Sommerresidenz. Das Schloss befand sich damals in einem sehr verfallenen Zustand, sodass es nötig wurde die Räume zu renovieren. Der Schlosskomplex wurde beispielweise um ein Stockwerk erhöht, ein neuer Pavillon wurde angebaut und auch die Galerien mit Arkaden wurden rekonstruiert. Heute ist das der Öffentlichkeit zugängliche Schloss ein nationales Kulturdenkmal, das schrittweise renoviert wird. Es lohnt sich nicht nur das herrliche Schloss, sondern auch seinen auf Acht Hektar ausgebreiteten Park zu besichtigen. Zu dem hier existierenden wertvollsten Gewächs gehört ein Ausstellungse­xemplar von einer Roßkastanie (Aesculus Hippocastanum Lacinata).

Ploskovické groty

Ploskovické groty

Zámek – průčelí

Zámek – průčelí

Zámek ze zahrady

Zámek ze zahrady

Nützliche Informationen

Weitere Informationen: www.zamek-ploskovice.cz

GPS Position

N 50° 33.632', E 14° 11.974'
[GPX]

[MAPY.CZ]

Kontakt

Památky jinak, o.s.
Věra Gruntorádová
Tel.:774114586
e-mail:pamatkyjinak@gmail.com
http://www.pamatky-jinak.webnode.cz