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Stille Sarka

Villenkolonie Baba und ihre Architekten

Die Hauptperson und gleichzeitig der Hauptarchitekt der Villenkolonie war Pavel Janák, der zu den Kubismuspionieren gehörte. Danach setzte er sich als Autor des sog. Nationalen Stils durch, das auf Kubismus basierte: in diesem Geist entstand sein berühmtes Krematorium in Pardubice. Janák war sehr modern und begriff, dass das Festhalten an einheimischen Traditionen ein künstlerischer und professioneller Selbstmord wäre. Sein fließender „Übergang“ zum Funktionalismus zeigt sich zum Beispiel am Hotel Juliš auf dem Wenzelplatz aus der Wende der 20er und 30er Jahre. Die Villenkolonie Baba war für ihn besonders wichtig, er wollte sie nicht nur entwerfen, er wollte dort auch wohnen. Er war es, wer die 12 Architekten auswählte, die 33 Häuser entwarfen. Die Architekten waren unterschiedlich, auch was das Alter anbelangt. Die berühmten und bewährten Künstler mit vielen realisierten Bauten wie Josef Gočár oder der schon erwähnte Pavel Janák arbeiteten zusammen mit František Zelenka, einem ausgezeichneten jungen Bühnenbildner, der für Voskovec und Werich arbeitete und der zu damaliger Zeit noch nicht dreißig war (in 1944 wurde er in Ausschwitz zu Tode gefoltert). Ähnlich jung war auch Hana Kučerová-Záveská, eine begabte Architektin, Feministin, die am Ende der 30er Jahren nach Schweden umzog. Zu anerkannten Dreißigern, die in der „Baba-Zeit“ unter den besten waren, gehörten auch Evžen Linhart und Ladislav Žák. Von der mittleren Generation war es Jan Evangelista Koula mit Ladislav Machoň. Ein einziger fremder Architekt arbeitete dort, der Holländer Mart Stam, der zu den vorderen Pionieren des modernen Stils gehörte und der aus Weissenhof nach Prag kam. Der Text wurde mit Hilfe von Informationen auf http://www.jedinak.cz geschrieben (Artikel von Petr Volf).

GPS Position

N 50° 6.858', E 14° 23.095'
[GPX]

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Kontakt

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